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33-jährige Frau aus Franken kommt bei Hochwasser am Montag im Höllental ums Leben – eine weitere Person wird noch vermisst. 330 Einsatzkräfte waren an der Rettungsaktion beteiligt.

Bis Dienstagabend dauerte der Einsatz an. Symbolfoto: aloys.news

Grainau – Starkregen führte am Montag, 16. August, dazu, dass der Hammersbach im Höllental bei Grainau rasch anschwoll und Menschen vom Wasser mitgerissen wurden oder sonst in Not gerieten. Eine Frau konnte im Rahmen der eingeleiteten Suchmaßnahmen nur mehr tot geborgen werden, eine weitere Person gilt derzeit noch als vermisst. Wie Polizeisprecher Stefan Sonntag mitteilte, konnten etliche Wanderer weitgehend unversehrt in Sicherheit gebracht werden.

Um 15.45 Uhr ging am Montagnachmittag über Notruf bei der Einsatzzentrale im Polizeipräsidium Süd mit Sitz in Rosenheim eine erste Meldung über eine „Flutwelle"im Hammersbach im Hölllental ein. Weitere Meldungen dieser Art folgten wenig später. Zeugen berichteten, dass zwei Menschen, welche sich zu dieser Zeit auf einer Brücke oberhalb der Höllentalklamm befunden hätten, von den Wassermassen mitsamt der Brücke mitgerissen worden seien.

An dem folgenden Rettungs- und Sucheinsatz unter Leitung der Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen beteiligten sich am Montag Helfer verschiedenster Behörden und Organisationen, in der Spitze etwa 160 Personen.

Den Einsatzkräften gelang es im Laufe des Nachmittages, acht Menschen, welche sich in einer Notsituation befanden, zu retten und weitgehend unverletzt ins Tal zu bringen. Aufgrund von Zeugenangaben musste auch davon ausgegangen werden, dass zwei namentlich unbekannte Personen vom Wasser mitgerissen wurden, sie galten seitdem als vermisst.

Die Höllentalklamm wurde für die Öffentlichkeitgesperrt, lediglich die Suchmannschaften hatten Zugang. Bis in die Dunkelheit hinein wurden die Suchmaßnahmen nach den Vermissten fortgeführt, blieben jedoch zunächst ergebnislos.

Am Dienstagmorgen, 17. August 2021, wurde von Einsatzkräften gegen 08.30 Uhr eine leblose Person im Wasser des Hammersbachs festgestellt. Einsatzkräfte der Canyoning-Gruppe von Bergwacht und Polizei bargen den Körper aus dem Wasser. Für die Frau kam jedoch jede Hilfe zu spät, sie war bereits tot. Die weiteren Untersuchungen zur Identität und den Todesumständen übernahmen Beamte der Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen. Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei der Toten um eine 33 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Lichtenfels (Oberfranken) handelt. Dies soll im Rahmen von rechtsmedizinischen Untersuchungen im Laufe des heutigen Tages (18. August 2021) verifiziert werden.

Die Suchmaßnahmen nach der zweiten vermissten Person liefen mit hohem Aufwand bis zum frühen Dienstagabend weiter, blieben bislang aber ohne Ergebnis. Auch am heutigen Mittwoch finden weiterhin Suchmaßnahmen statt. Dabei sollen, örtlich begrenzt, einzelne exponierte Bereiche abgesucht werden.

Die zuständige Staatsanwaltschaft München II leitete, wie bei gleich gelagerten Fällen üblich, ein Vorermittlungsverfahren ein und beauftragte die Polizei mit der Erhebung der erforderlichen Daten und Aufklärung der Sachverhalte.

An dem sehr fordernden Einsatz waren bis Dienstagabend (17.08.2021) etwa 330 Einsatzkräfte verschiedenster Behörden und Organisationen beteiligt:

Polizeipräsidium Oberbayern Süd, Polizeiinspektion Garmisch-Partenkirchen

Kriminalpolizei Garmisch-Partenkirchen

Einsatzzug der Operativen Ergänzungsdienste PP OBS

Bayerische Bereitschaftspolizei

2 Polizeihubschrauber

Polizeibeamte der Alpinen Einsatzgruppe (AEG)

1 Polizeihubschrauber Österreich

4 Rettungshubschrauber

Bergwacht

Wasserwacht

Rettungsdienst BRK

Feuerwehr

Technisches Hilfswerk (THW) 

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"Endlich ist es wieder möglich". Gestern Abend erö...
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