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Die Ammersee Actors legen wieder los. Sommertheater im Biergarten des Gasthof Drexl in Raisting. Erstaufführung am 9. Juli. Interview mit Impresario und Hauptdarsteller Chris Filser.

Chris Filser ist der Kopf der Foto: Ammersee Actors

Dießen/Raisting – Nachdem durch den Lockdown im November vorigen Jahres die Vorstellungen der Ammersee Actors nicht stattfinden konnten, haben die Darsteller beschlossen, kurzfristig ein Sommertheater im Biergarten vom Gasthof Drexl in Raisting aufzuführen. Das Stück heißt "Actors in Action" und ist eine Mischung aus Kabarett, Comedy und Satire mit einzelnen Sketchen. Hauptdarsteller ist wie gewohnt Chris Filser, der Chef der Truppe. Die Uraufführung ist am Freitag, 9. Juli ab 20 Uhr. Bereits ab 18 Uhr ist Einlass. Reservierung der Karten unter Telefon/Whatsapp 08807/8976. Die Tickets zu 10 Euro werden an der Abendkasse ausgegeben. Weitere Termine am Samstag, 10.7., Freitag, 23.7 und Samstag, 24.7. sowie Freitag, 13.8. und Samstag, 14.8. Bei schlechtem Wetter werden die Termine verschoben. 


aloys.news: Wie müssen wir uns das Stück vorstellen?

Chris Filser: Das Programm teilt sich in zwei Teile auf. Der erste vor der Pause ist komplett virenfrei. Da werden sich die Leute freuen, die das Wort "Virus" nicht mehr hören können. Der zweite spielt in der Zukunft im Jahre 2027. Wir wollen einfach darstellen, wie sich unser Planet verändern würde, wenn die Pandemie sieben Jahre toben würde. 


aloys.news: Das klingt ja recht spannend. Verraten Sie uns doch ein bisschen mehr.

Chris Filser: Ich gebe Ihnen ein Beispiel. Es tobt ein Virus auf der ganzen Welt. Nein. Nicht auf der ganzen Welt. Es gibt noch ein kleines Land, das virusfrei ist. Tschurangrati in Afrika. Die Actors waren im Jahr 2017 schon mal dort, der Lockdown war einfach, es gibt außer viel Land nur drei Läden und 33 Einwohner. Das letzte Flugzeug ist bei der letzten Vorstellung damals abgestürzt. Deshalb gibt es jetzt einen Flüchtlingsstrom von Deutschland nach Tschurangrati. Denn Bayern ist total am Ende. Kultur gestorben, Oktoberfest findet nur noch in Dubai statt, 80 Prozent Arbeitslose, Mietpreise explodieren. Erich Honecker hat die BRD übernommen. Er war gar nicht tot, sondern hat sich nur gut versteckt, um das Land von seiner Agentin Angela Merkel direkt zu übernehmen. 


aloys.news: Das ist starker Tobak. Aber bekanntlich darf Satire ja fast alles. Was für eine Rolle spielen Sie denn?

Chris Filser: Ich habe in dem Stück acht verschiedenen Rollen, in sieben verschiedenen Sprachen. Zum Beispiel Bayerisch, Schwäbisch, Sächsisch, Südtirolerisch, Schwyzerdütsch, Wienerisch und Indisch. Dazu kommen noch einige mehr. Aber damit wollen wir die Zuschauer überraschen. 


aloys.news: Aber Sie sind ja eine Truppe, außer Ihnen treten noch andere Darsteller auf?

Chris Filser: Stephanie Scherer ist dabei, sie hat eigene Sketche geschrieben. Sie tritt auf mit Susi Liebsch vom Dießener Lottoladen. Gabi Mau und Christine Kuhl haben auch Sketsche vorbereitet. 


aloys.news: Verstehe ich das richtig? Sie sind bei Ihren Auftritten allein auf der Bühne. 

Chris Filser: Das Rahmenprogramm machen Michael Sibert und Claudia Ständer. Von denen kommen die Ansagen und eine Art Moderation aus der Botschaft von Tschurangrati. 


aloys.news: Das Land Tschurangrati erinnert an Hanns Christian Müller?

Chris Filser: Ja, das stimmt. Das Stück "Tschurangrati" hatte Müller vor etwa 30 Jahren mit Gerhard Polt entwickelt. Es ging um Flüchtlinge, die damals nach Deutschland wollten. Jetzt hat sich der Flüchtlingsstrom umgekehrt. Wir hoffen dass, Hanns Christian Müller zur Aufführung kommt, eingeladen haben wir ihn. Er wohnt in Breitbrunn. Das lässt er sich doch nicht entgehen. Vorletztes Jahr kam er auch zu unserem Theater nach Dießen. 


aloys.news: Sie sind sehr kreativ, woher nehmen Sie Ihre Ideen?

Chris Filser: Hanns Christian Müller hat mir viel Input mit Tschurangrati gegeben. Das war die Grundidee. Den Rest habe ich selbst entwickelt mit Blick auf die momentane politische Situation. Da gibt es für mich genug Material.  

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