Dombauhüttenwesen ist weltweites Immaterielles Kulturerbe. Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer ehrt die bayerischen Dombauhütten Bamberg, Passau und Regensburg

Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer überreichte den Hüttenmeistern (von oben nach unten) Matthias Baumüller aus Regensburg, Ulrich Först aus Bamberg und Jérôme Zahn aus Passau jeweils eine Plakette mit der Inschrift „Immaterielles Kulturerbe" Foto: Bayerisches Bauministerium

München/Bamberg/Passau/Regensburg – Das Bauhüttenwesen ist Immaterielles Kulturerbe weltweit. Ende Dezember 2020 hatte die UNESCO ihre Entscheidung bekannt gegeben, jetzt hat Bayerns Bauministerin Kerstin Schreyer die drei bayerischen Hüttenmeister Matthias Baumüller aus Regensburg, Ulrich Först aus Bamberg und Jérôme Zahn aus Passau in einer feierlichen Veranstaltung gewürdigt. Schreyer dankte den Hüttenmeistern für ihre wertvolle Arbeit und überreichte ihnen stellvertretend für all ihre Kolleginnen und Kollegen eine Plakette mit der Inschrift „Immaterielles Kulturerbe". „Unsere Dome sind großartige Denkmäler der bayerischen Geschichte. Ich bin sehr stolz, dass die UNESCO-Kommission die Handwerkskunst zum Erhalt dieser mittelalterlichen Bauten so schätzt. Hier blüht und lebt die Tradition alter Handwerkstechniken weiter", so die Ministerin.

18 Dombauhütten aus Frankreich, Norwegen, Österreich, der Schweiz und Deutschland hatten sich zusammengeschlossen, um das Bauhüttenwesen bei der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe weltweit anerkennen zu lassen. Ende 2020 hat die UNESCO ihre positive Entscheidung bekannt gegeben und das Bauhüttenwesen in das internationale Register Guter Praxisbeispiele zur Erhaltung des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Damit wird auch die Arbeit der drei staatlichen Dombauhütten Regensburg, Passau und Bamberg gewürdigt. Bauministerin Schreyer machte in ihrer Laudatio deutlich, dass dort Jahrhunderte alte Handwerkstechniken gepflegt und bewahrt werden: „Umwelteinflüsse setzen dem Naturstein der Dome über die Zeit zu. Unser oberstes Ziel ist es aber, die originale Bausubstanz zu erhalten. Genau das tun die Dombauhütten, indem sie die traditionelle Steinmetzkunst mit modernen bautechnischen Verfahren verbinden und mit kontinuierlichen Erhaltungsarbeiten, viel handwerklichem Geschick und detailliertem fachlichen Wissen den Bestand ihrer Dome sichern."

Die Dombauhütten sind Teil der zum Bayerischen Bauministerium gehörenden Staatlichen Bauämter in Regensburg, Passau und Bamberg. In einer neuen Broschüre informiert das Bauministerium über ihre Geschichte und die Besonderheiten ihrer Arbeitsweise. Außerdem zeigt eine Schaufensterausstellung des Bauministeriums vier Wochen lang eindrucksvolle Bilder aus der vielfältigen Arbeit der drei bayerischen Dombauhütten. Die Ausstellung wird von 28. April bis 20. Mai 2021 am Franz-Josef-Strauß-Ring 4, 80539 München, zu sehen sein. Die kostenlose Broschüre „Staatliche Dombauhütten in Bayern" steht hier zum Download bereit: www.bestellen.bayern.de.

Die historische Aufnahme des Bamberger Doms stammt aus dem Jahr 1880. Foto: privat
Das Innere des Passauer Doms wurde barockisiert. Archivfoto: aloys.news
Blick auf den Regensburger Dom. Rechts im Bild die Steinerne Brücke. Archivfoto: aloys.news

Ort (Karte)

0
Polizeitaucher bergen am Dienstag menschliches Ske...
100 Millionen für Bayerns Innenstädte. Das bayeris...
 

Kommentare

Derzeit gibt es keine Kommentare. Schreibe den ersten Kommentar!
Bereits registriert? Hier einloggen
Gäste
Samstag, 08. Mai 2021

By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://aloys.news/

Anzeigen