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„Es sieht nicht japanisch aus. Doch in Wirklichkeit habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht", schreibt Vincent van Gogh. Die Nr. 6 des "Kunstfensters" beschäftigt sich mit fernöstlicher Malerei.

Bei genauerer Betrachtung kristallisieren sich vor allem durch die flächigen Formen japanische Einflüsse in der Malerei des Dießener Künstlers Martin Gensbaur heraus. Foto: Martin Gensbaur

Dießen – Die Japanmode, auch „Japonismus" genannt, war Ende des 19. Jh. dabei, die Sichtweise der westlichen Welt zu revolutionieren. Nachdem Vincent van Gogh bei dem Kunsthändler Siegfried Bing japanische Farbholzschnitte kopiert hatte, verlässt er im Frühjahr 1888 Paris. „Mein Japan" soll er ausgerufen haben, als er das erste Mal die Fenster seines neuen Refugiums in Arles öffnete. Das war vor mehr als 130 Jahren. Der „Blutstropfen", der laut Siegfried Bing damals in das Blut der europäischen Malerei „eingedrungen" war, wirkt bis heute. „Es sieht nicht japanisch aus. Doch in Wirklichkeit habe ich noch nie so etwas Japanisches gemacht", schreibt Vincent van Gogh in einem seiner Briefe. Die Japanbegeisterung unserer Vorfahren wurde nach der Jahrhundertwende von der Bewunderung chinesischer Kunst abgelöst. Clara Gensbaurs Aufsatz im Heft Nr. 6 der Reihe "Kunstfenster" befasst sich mit der Entstehung der ostasiatischen Kunstgeschichte in Deutschland Anfang des 20. Jahrhunderts. Der Großonkel des Dießener Künstlers Martin Gensbaurs wanderte nach dem Ersten Weltkrieg nach Tokio aus und versorgte die Familie mit nicht wenigen Erinnerungen an Japan. Der Japonismus und die Chinabegeisterung unserer Vorfahren wirken bis heute nach und gewinnen in Zeiten der Globalisierung erneut an Bedeutung. Unser heutiges Sehen besitzt, auch wenn wir selbst nie im fernen Osten gewesen sind, Einflüsse der ganz anderen Kultur Ostasiens. Die Bilder Martin Gensbaurs sehen europäisch aus. Sie sind aber nicht völlig unabhängig von der Kunst Ostasiens. 

Dem gehen die Herausgeber Ulrike und Martin Gensbaur in der 6. Ausgabe der Schriftenreihe "Das Kunstfenster" nach. Als Gäste beteiligen sich der Uttinger Maler Dieter Finzel, der mehrere Jahre bei einem japanischen Meister ausgebildet wurde und die taiwanische Berg-Wasser-Malerin Jiang Sanshi. Das Buch ist im scaneg-Verlag München erschienen. ISBN 978-3-89235-246-4

Corona hat die ursprüngliche Planung leider über den Haufen geworfen. Eine für den Frühsommer 2020 geplante Ausstellung mit dem Titel "mein Japan" wurde ebenso abgesagt wie eine parallel dazu vorgesehene Ausstellung in München. Ob und in welcher Form je eine Ausstellung zu dem Thema des Hefts Nr. 6 vom "Kunstenster" stattfinden kann, steht derzeit in den Sternen. Das Kunstfenster in der Hofmark befindet sich zur Zeit im "Standby- Modus" und empfängt Besucher nur nach vorheriger Anmeldung.

Kunstfenster, Hofmark 13, 86911 Dießen / www.kunstfenster-diessen.de / 08807948088

Das Kunstfenster in der Dießener Hofmark ist der Ausstellungsraum des Malers Martin Gensbaur. Foto: Martin Gensbaur

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