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"Starke Frauen am Ammersee": Heute die Uttinger Malerin Christiane Noll. Von Carmen Tagliapietra

Die Künstlerin vor ihrem ersten Bild aus der Weltraum-Schwarz-Reihe von 2011 Foto: Carmen Tagliapietra
Unterwegs ins Goldene Zeitalter. Bild: Christiane Noll
„Rückhalt“ aus dem Jahr 2004. Foto: Christiane Noll

Utting – Christiane Noll, 1962 in Bierdorf geboren, aufgewachsen in Nordrhein-Westfalen, verbringt zunächst ein freiwilliges Soziales Jahr in Chile. Dorthin wanderten ihre Vorfahren im Jahr 1848 aus. In Berlin studiert sie anschließend Diplom Pädagogik und Latein-Amerikanistik (Magister). Anfang der 1990er Jahre zieht Christiane an den Ammersee und arbeitet in ihrem Beruf als Pädagogin. Ein weiteres Studium (Expressive Therapies zeitweise in den USA) führt Christiane schließlich zur Kunst, sie beginnt, ihren eigenen kunsttherapeutischen Ansatz „Embodied Art" zu entwickeln. 

Christiane Noll: „Embodied-Art ist eine Reflektion hoher geistiger Dimensionen in die grobe Materienform unserer Welt. So wird das nicht Sichtbare sinnlich begreifbar. Die Verkörperung (Embodiment) vollzieht sich Farbschicht für Farbschicht in unzähligen Lasuren Tag für Tag, Woche für Woche auf dem Malgrund. Sie durchdringt Malerin und Betrachter gleichermaßen. Eine Bildebenen durchleuchtende, diaphane Bildbetrachtung, welche an die innerkörperliche Wahrnehmung gekoppelt ist, lässt die Essenz des Werkes sinnlich bis außersinnlich erfahren, das neue Leben erahnen.

Da jeder entsprechend seiner individuellen Lebenssituation anders mit dem Werk in Beziehung tritt, zieht er die Informationen und Energien, welche er braucht. Um diesen Freiraum der persönlichen Begegnung mit dem Bild zu wahren, erscheinen seit 2010 meist statt eines Bildtitels nur noch Hinweise auf den Entstehungsmonat."

Die Künstlerin lässt sich beim Malen führen, es ist Eingebung, ein inneres Sehen. Diese Verbindung lässt sich nicht erzwingen, erklärt sie: „Im Idealfall stellt sie sich im Laufe des Tages ein – irgendwo, irgendwann oder im Atelier : warten und im passenden Moment loslegen." Christiane hat festgestellt, dass sie die einzelnen Entwicklungsschritte erst persönlich durchleben muss, bevor sie sie malen kann. Deshalb bestehen ihre Bilder auch aus sehr vielen Farbschichten. Die Essenz dieses Vorgehen ist ein Vordringen in andere Weiten, ein Ganzheitsbewußtsein.

Bei ihrer Weltraum-Schwarz-Reihe aus dem Jahr 2011 mischte die Künstlerin aus 147 Farben die Farbe schwarz. Für Christiane Noll ist schwarz eine Farbe voller Power. Um dies zu visualisieren, erstellte sie ein Bild aus 18 Farbschichten, unterteilte es und brachte es auf die schwarze Grundierung auf.

„Meine Kunst ist in den letzten Jahren universaler geworden. Ich nehme wahr, dass diese Zeit sehr zur Entwicklung herausfordert. Es ist ein Prozess hin zu mehr Vertrauen, innerem Frieden und zur Übernahme der eigenen Aufgabe" meint Christiane.

Bei der Betrachtung ihres Werkes „Unterwegs in´s Goldzeitalter" wird dies erlebbar: „Für mich ist Gold ganz pur und sehr in der Verbindung. Hier handelt es sich um ein Zeitalter, wo wir ganz anders miteinander verbunden, ganz pur sind."

Alle, die nun neugierig geworden sind auf die Künstlerin Christiane Noll finden weitere Informationen unter: www.christiane-noll.de und sind herzlich auf die Uttinger Ateliertage eingeladen, die in diesem Jahr vom 22.-24. Oktober stattfinden www.uttinger-ateliertage.de

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