13 Corona-Infektionen mit der südafrikanischen Virusvariante im Landkreis Landsberg. Auch eine weitere britische Mutation bestätigt das Landratsamt.

Gestern Abend wurden die Infektionen mit dem Virus besätigt. Archivfoto: aloys.news

Landkreis Landsberg am Lech – Im Landkreis Landsberg am Lech wurden gestern Abend vom Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) insgesamt 13 Infektionen mit der SARS-CoV-2 Virusvariante B.1.351 (südafrikanische Variante) nach erfolgter Sequenzierung bestätigt.

Ende Januar war in einer kleineren Gemeinschaftsunterkunft bei neun Bewohnern eine Infektion mit SARS-CoV-2 festgestellt worden. Die erforderlichen Maßnahmen, wie z. B. Kontaktpersonenermittlung und Isolation wurden sofort, auch im Hinblick auf das mögliche Vorliegen von Mutationen, umgesetzt. Am 08.02.2021 ging der Nachweis des Vorliegens der südafrikanischen Mutation bei 7 Personen der Unterkunft beim Gesundheitsamt Landsberg ein.

Zusätzlich erfolgte der Nachweis bei einem engen Kontakt von außerhalb der Einrichtung. Alle Kontaktpersonen im Umfeld der Gemeinschaftsunterkunft waren bereits mit Bekanntwerden des ersten Falls und seit 19.01.2021 in Quarantäne, sodass sich infektionsschutzmäßig durch die Bestätigung der Fälle erstmal keine unmittelbaren Auswirkungen ergeben. Insgesamt wurden aus dieser Gruppe 2 Personen aufgrund ihrer Verläufe stationär im Krankenhaus behandelt.

Darüber hinaus wurden ab 26.01.2021 in einer Wohngemeinschaft für Senioren mit Heimcharakter zehn Bewohner positiv auf SARS-CoV-2 getestet. Auch hier wurden alle erforderlichen Maßnahmen vollumfänglich und sofort umgesetzt. Im weiteren Verlauf wurde bei 8 Mitarbeitern ebenfalls der Nachweis auf das Virus erbracht. Auch in diesem Fall wurde uns am 08.02.2021 die Bestätigung der südafrikanischen Variante bei 4 Bewohnern und einer Mitarbeiterin vom staatlichen Labor mitgeteilt.

Bei einem Kind, das eine ambulante Gemeinschaftseinrichtung im Landkreis besucht, wurde nun die britische Variante B.1.1.7 bestätigt. Das Kind ist inzwischen schon wieder aus der 14-tägigen Quarantäne entlassen, es zeigte keine Symptome. Die Gruppe war in der Folge geschlossen. Bei allen Reihentests im Umfeld wurden keine weiteren positiven Ergebnisse mehr festgestellt.

Bereits bei Verdachtsfällen von Infektionen mit SARS-CoV-2 Virusvarianten (Variants of concern, VOC) werden alle erforderlichen Maßnahmen durch das Gesundheitsamt Landsberg getroffen. Die Infektionsschutzmaßnahmen, wie z. B eine sorgfältige und rasche Identifikation enger Kontaktpersonen (KP 1) sind dabei die Gleichen, wie bei jedem anderen Fall.

Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme ist bereits bei Vorliegen von Verdachtsfällen mit VOC wie auch bestätigten Fällen eine sonst übliche Verkürzung der Quarantänedauer von 14 auf 10 Tage nicht möglich. Ergänzend erfolgt bei Indexfällen mit VOC vor Beendigung der Isolation eine zusätzliche PCR-Untersuchung.

Alle sonstigen Hygiene- und Schutzmaßnahmen werden gemäß den Vorgaben der übergeordneten Fachbehörden umgesetzt. Die gängigen Hygieneempfehlungen (AHA-L- Regeln: (Abstand halten, Handhygiene, Alltagsmasken und regelmäßiges Lüften) bieten auch bei Mutationen den besten Schutz.

Auch im Gesundheitsamt Landsberg werden, wie auch in den anderen Landkreisen, inzwischen verstärkt Verdachtsfälle auf Virusmutationen gemeldet, die erforderlichen Sequenzierungen dauern zirka zehn Tage.

Alle positiven Testergebnisse werden deshalb einer genauen Sequenzierung nach Vorgabe der Fachbehörden unterzogen. 

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