Dießener Bildhauer Matthias Rodach ist am Sonntag mit Hilfsgütern nach Bosnien aufgebrochen

Mit seinem VW-Bus und einem Anhänger ist der Dießener Künstler Matthias Rodach am Sonntag Richtung Bosnien aufgebrochen, neben ihm seine Partnerin Katharina Andress Foto: Annunciata Foresti

Dießen/Bihac – Der Dießener Bildhauer Matthias Rodach ist am Sonntag, etwas später als ursprünglich geplant, mit Hilfsgütern für Flüchtlinge in Richtung Bosnien gestartet. Eigentlich wollte der Künstler schon am Freitag losgefahren sein. Technische Probleme verzögerten seine Abreise. In seinem VW-Bus und einem Anhänger transportiert er insgesamt 1150 Kilogramm Sachspenden, darunter warme Pullover und Jacken, Schuhe, Schlafsäcke, Handys und Kochtöpfe. Die Spendenbereitschaft sei nach seinem Aufruf überwältigend gewesen. Neben den Sachspenden gingen auch mehr als 4000 Euro Geldspenden ein. Alle Sachspenden hatte Rodach zusammen mit seiner Partnerin Katherina Andress und Freunden nach Eingang sortiert, gewogen und in nummerierte Pakete gepackt, um die Vorgaben des Zolls zu erfüllen. Da nur knapp 1000 Kilogramm über die Grenze gebracht werden darf, hat Rodach vor der Grenze ein Depot angemietet, wo er ein Teil der Materialien zwischenlagern will. Bei der Aktion unterstützt hatten ihn auch die Dießener Künstlerin Annunciata Foresti und Johannes Blumrich.

Mindestens drei Wochen will der Künstler in Bosnien bleiben. Nach der Einreise muss er zunächst in Quarantäne und sich einem Corona-Test unterziehen. Für Rodach ist es die erste Hilfsaktion. Da ihm bewusst war, dass er eine solche Initiative nicht allein starten kann, hat er sich kleinen, vor Ort aktiven NGOs angeschlossen. Ihr Ziel ist es, den in Bosnien gestrandeten Flüchtlingen zu helfen. Nach dem Brand in dem Camp Lipa bei Bihac stehen dort gut 1200 Menschen ohne ein Zuhause da. Zwar hat das bosnische Militär Zelte aufgestellt, aber es sind immer noch tausende von Geflüchteten in den Wäldern oder in verlassenen Fabriken untergekommen und leben dort unter teils erbärmlichen Umständen, der winterlichen Witterung mit Eis und Schnee ausgesetzt.

„Mir ist es ein Anliegen, dort zu helfen, das Elend etwas zu lindern", betont Rodach. Vor Ort will er auch seine handwerklichen Fähigkeiten einsetzen, um beispielsweise die Behelfsunterkünfte instand zu setzen. Von Bosnien aus will er sich mit Zwischenberichten immer wieder melden.Für die Flüchtlinge kann weiter gespendet werden: In Deutschland sammelt das Kollektiv BindspotSpenden. Geld kann auch an das Schweizer Kochkollektiv Frach überwiesen werden. Dieses unterstützt im bosnischen Bihac die Flüchtlinge mit food bags und Kleidern. Deutscher Partner ist das Aachener Netzwerk für humanitäre und interkulturelle Friedensarbeit e.V.

SPENDENKONTO

Ost & Found e.V.

IBAN: DE50 4306 0967 1076 2640 00

BIC: GENODEM1GLS

Kreditinstitut: GLS Gemeinschaftsbank eG

Verwendungszweck: BLINDSPOTS/ BIHAC 

Töpfe, Pfannen, Smartphones. Alles Spenden, die nach Bosnien gehen. Foto: Annunciata Foresti

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Kommentare 1

Gäste - gaia am Mittwoch, 31. März 2021 18:24

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Montag, 12. April 2021

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