Landsberg am Lech – Mit einer würdigen und zugleich persönlichen Feierstunde hat der Landkreis Landsberg am Lech am Donnerstagabend, 30. April, seinen langjährigen Landrat Thomas Eichinger verabschiedet. Im Foyer der Beruflichen Schulen kamen zahlreiche Wegbegleiter aus Politik und Kommunen zusammen, um Abschied zu nehmen – und zugleich ausscheidende Kreisräte sowie Bürgermeister zu ehren.
Die Veranstaltung war geprägt von einer offenen und zugleich herzlichen Atmosphäre. Für die musikalische Umrahmung sorgte die Berufsschulband, die die einzelnen Redebeiträge angenehm unterbrach und dem Abend einen stimmungsvollen Rahmen verlieh.
Als einer der Redner trat Christian Bolz auf, der in seiner Funktion als Bürgermeistersprecher die Perspektive der Kommunen einbrachte. Seine Rede an die Bürgermeister war mit humorvollen Passagen und persönlichen Anekdoten gewürzt und traf damit spürbar den Ton des Abends.
Die stellvertretende Landrätin Margit Horner-Spindler würdigte das Wirken Eichingers und hob dessen Einsatz für den Landkreis hervor. Thomas Eichinger lenkte seit 2014 über zwölf Jahre hinweg die Geschicke des Landkreises und sah sich in dieser Zeit mit großen Herausforderungen konfrontiert, so die stellvertretende Landrätin. Dazu zählten insbesondere die Corona-Pandemie, die Bewältigung der Flüchtlingskrise sowie zuletzt die fortschreitende Digitalisierung. Sie verschwieg allerdings auch nicht, dass Eichinger den Neubau des Landratsamtes wegen zu großen Widerstands in der Bevölkerung gegen das Projekt nicht realisieren konnte.
Eichinger selbst blickte in seiner Ansprache auf diese prägende Zeit zurück und dankte für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Den Blick nach vorne richtete die neue Landrätin Daniela Groß. In ihrem Schlusswort bedankte sie sich ausdrücklich für die geordnete Übergabe und die Unterstützung beim Amtswechsel. Dass sei nicht die Regel bei solchen Amtswechseln. Zugleich betonte sie, dass sie ohne Angst vor der neuen Aufgabe antrete und die Verantwortung mit Zuversicht übernehme.
Mit dem Wechsel an der Spitze des Landkreises vollzieht sich zugleich auch ein politischer Übergang: Nach zwölf Jahren unter Führung der CSU liegt die Verantwortung nun bei den Grünen. Der Abend wurde damit zu einem Moment des Dankes und der Anerkennung – und zugleich zu einem sichtbaren Aufbruch in eine neue politische Phase im Landkreis Landsberg am Lech.
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