ZDF-Politbarometer für den Juni: Union und Laschet legen zu – Grüne und Baerbock verlieren. Mehrheit sieht eigene Gesundheit durch Corona nicht mehr gefährdet

Projektion: Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre ... Copyright: ZDF/Forschungsgruppe Wahlen

Mainz – Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt am Sonntag, bei der die CDU klar stärkste Partei wurde, kann die CDU/CSU auch bundesweit zulegen. Wenn am nächsten Sonntag wirklich Bundestagswahl wäre, könnte sich die Union – kommend von einem Rekordtief – jetzt auf 28 Prozent (plus 4) verbessern. Die SPD käme auf 15 Prozent (plus 1), die AfD auf 11 Prozent (unverändert) und die FDP auf 10 Prozent (minus 1). Die Linke bliebe bei 7 Prozent, und die Grünen erreichten nur noch 22 Prozent (minus 3). Die Freien Wähler könnten wie zuletzt mit 3 Prozent rechnen und die anderen Parteien zusammen mit 4 Prozent (minus 1).

Damit hätte eine Koalition aus CDU/CSU und Grünen eine Mehrheit, ganz knapp reichen würde es auch für eine Koalition aus Grünen, SPD und FDP, nicht aber für Grün-Rot-Rot oder für eine Fortführung einer Regierung aus CDU/CSU und SPD.

Eignung und Präferenz als Kanzler/in: Baerbock mit deutlichen Einbußen
Nach 43 Prozent im Mai meinen jetzt nur noch 28 Prozent, dass Annalena Baerbock als Kanzlerin geeignet ist, 64 Prozent (Mai I: 50 Prozent) bezweifeln das (Rest zu 100 Prozent hier und im Folgenden jeweils "weiß nicht"). Etwas mehr Zuspruch in dieser Frage bekommen dagegen jetzt die Kandidaten von CDU/CSU und SPD: Armin Laschet halten 43 Prozent (Mai I: 37 Prozent) und Olaf Scholz 48 Prozent(Mai I: 42 Prozent) für kanzlertauglich. Damit überwiegt bei Laschet knapp die Skepsis (eignet sich nicht: 49 Prozent), bei Scholz ist das Meinungsbild eher gespalten (eignet sich nicht: 45 Prozent). Von den eigenen Anhängern bescheinigen jeweils rund Dreiviertel Scholz (SPD-Anhänger: 76 Prozent) und Baerbock (Grüne-Anhänger: 77 Prozent), das Zeug zum Kanzler beziehungsweise zur Kanzlerin zu haben. Bei Laschet fällt der Rückhalt in den eigenen Reihen etwas geringer aus (CDU/CSU-Anhänger: 63 Prozent).

Auch bei der Frage, wen man lieber als Bundeskanzler beziehungsweise -kanzlerin hätte, fällt Annalena Baerbock zurück. Vor drei Wochen trennten die Kandidaten hier jeweils nur wenige Prozentpunkte, jetzt sprechen sich sowohl in der Gegenüberstellung Laschet (59 Prozent) versus Baerbock (31 Prozent) als auch Scholz (58 Prozent) versus Baerbock (32 Prozent) klare Mehrheiten für den Kandidaten der Union beziehungsweise der SPD aus. Bei der Alternative lieber Laschet (46 Prozent) oder lieber Scholz (43 Prozent) als Kanzler erhalten beide erneut ähnlich viel Unterstützung.

Top Ten: Verluste für Baerbock, Habeck und Spahn
Bei der Beurteilung nach Sympathie und Leistung ("Was halten Sie von?") liegt Angela Merkel weiterhin auf Platz eins mit einem Durchschnittswert von 2,2 (Mai II: 2,1) auf der Skala von +5 bis -5. Es folgen Winfried Kretschmann mit 1,8 (Mai II: 1,8) und Markus Söder mit 1,4 (Mai II: 1,2). Auf Platz vier liegt Olaf Scholz mit 0,9 (Mai II: 0,9). Danach Robert Habeck mit verschlechterten 0,6 (Mai II: 1,0), Armin Laschet, der sich mit 0,6 (Mai II: 0,2) ins Mittelfeld vorschieben kann, Sahra Wagenknecht mit 0,3 (Mai II: 0,1) und Christian Lindner mit 0,3 (Mai II: 0,1). Jens Spahn kommt nur noch auf 0,0 (Mai II: 0,3), und zurückgefallen auf den letzten Platz ist Annalena Baerbock mit ihrem bisher schlechtesten Wert von minus 0,2 (Mai II: 0,5).

Corona: Leichte Entspannung und Zustimmung zu Aufhebung der Impf-Reihenfolge

Bei den wichtigsten Problemen in Deutschland steht auch im Juni Corona ganz oben, mit aktuell 51 Prozent wird das Thema aber weniger häufig genannt als noch im Mai (66 Prozent). Und zum ersten Mal seit September 2020 sagt eine Mehrheit der Befragten (53 Prozent), dass Corona für sie kein Gesundheitsrisiko darstellt. 43 Prozent halten dagegen die eigene Gesundheit durch Corona für gefährdet. Ähnlich wie zuletzt sind die meisten (55 Prozent) eher unzufrieden mit dem Impffortschritt bei uns, 41 Prozent äußern sich zufrieden. Seit dieser Woche ist die Priorisierung beim Impfen weggefallen und das unterstützen 63 Prozent, 34 Prozent finden es nicht richtig, dass sich jetzt alle impfen lassen können, die das möchten. Nach 41 Prozent Ende Mai gehen jetzt 48 Prozent der Befragten davon aus, dass Deutschland die Coronapandemie bis zum Ende des Sommers soweit im Griff haben wird, dass dann wieder ein weitgehend normales Leben möglich sein wird. Mit 49 Prozent (Mai II: 57 Prozent) bezweifeln das ähnlich viele. 

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