Dießen – Wie sehr hat das gefehlt? Diese Frage zu beantworten ist schier unmöglich; dennoch zeigt das Ferienprogramm des Ammersee-Sportvereins (ASV) wie wichtig es ist Zeit und Orte dafür zu schaffen. Nicht nur für die sportliche Seite. Das Zusammenfinden unterschiedlicher Kinder, die sozialen Eigenheiten und Angewohnheiten tolerieren und annehmen ist genauso schwer wie z.B. eine Rolle vorwärts zu lernen. Geduld, Ausdauer, Ehrgeiz, Fleiß, Toleranz, Hilfe, Vertrauen und Mut werden nebenbei mit unterrichtet! Der Turnsport lebt durch gegenseitige Achtung, Hilfestellung und Wiederholungen, von je her. So lernen nicht nur die Kids dazu. Auch wir Erwachsenen sind stets in der Pflicht uns weiter zu bilden und nicht nur auf die praktische Ausbildung wert zu legen, sondern auch die kleinen Ängste und Nöte Einzelner innerhalb der Gruppe zu erkennen und darauf einzugehen. So manche Übungseinheit wird zur Gesprächsrunde und das ist gut so.
Zwei Wochen sportliches Ferienbetreuungsprogramm liegen nun hinter uns. Geschafft am Ende doch, aber zufrieden. Der letzte Tag endete im Strandbad, etwas das wir gerne öfter getan hätten…. Die Airtrack auf dem Wasser, nasse, hungrige, zufriedene Kinder und Jugendliche. Warum geht dann doch immer alles so schnell vorbei? Aber kurz zur Vorgeschichte: 4 Übungsleiter beschäftigen insgesamt 26 Jungs und Mädels von 6-12 Jahren in 2 Wochen! Täglich von 7:30 – 13:30 Uhr. Oder war es eher andersrum? Die tägliche Vorbereitung mit Seilspringen und Hula-Hoop wurde bald auch auf dem hohen Schwebebalken zum Spaß. Keine Angst mehr vor dem Dehnen, denn gewusst wie und fleißig geübt, geht immer alles leichter. Täglich Kraft und Mobilität verschafft ein gutes sicheres Gefühl für Handstand-Brücke-Überschlag und Flickflack. Dazu Sprint, Weitsprung und Werfen, das diente nicht nur zum Frischluft schnappen, sondern erhöhte die Spritzigkeit für Salto und Co nicht nur am Trampolin. Finger- und Armkraft durch Bouldern und Hangeln, stärkt die Gelenke und Muskeln. Die Theorie zu allem wurde nebenbei vermittelt, mit Ludmilla unserer flexiblen Puppe war das ein Kinderspiel. Das die Umsetzung danach unter keinem zeitlichen Druck stand tat dem natürlichen Trainingsinstinkt der Kinder nur gut. So konnten sie, was immer auch, zur Genüge üben und hatten zudem Zeit Anderes auszuprobieren. Die Pausen zwischendurch trugen dazu bei sich näher kennen zu lernen, sich gegenseitig Witze zu erzählen, ausreichend zu trinken und sich mit frischem Obst zu stärken. Nach dem Besuch auf dem Sportplatz und einem kurzen erfrischenden Sprung in den kalten Ammersee gab es dann schon auch die guten Rieß Wiener und Semmel und Brezen zur Stärkung. Und so mancher Kuchen versüßte den Vormittag und gab neue Kraft zum Weiterüben.
Wie froh wir sein konnten, die erste Woche einen etwas kühleren Sommer zum Training zu haben spürten wir erst am Ende der zweite Woche. Doch fiel uns am Donnerstagmittag dann die Entscheidung für den Freitag „Airtrack aufs Wasser" doch sehr leicht. Sehr zur Freude unserer Super-Sportler. Das nächste Ferienbetreuungsprogramm findet in den Herbstferien statt. Wir freuen uns schon darauf. Alles Wichtige dazu steht schon bald auf unserer Homepage.
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