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Marcel Schrötter: Top 10 in einem weiteren chaotischen Rennen

Pflugdorf/Assen (Niederlande) – Ein Regenschauer am Sonntagnachmittag kostete Marcel Schrötter bei seinem «Fast» Heimrennen in Assen, nur einen Steinwurf von der deutschen Grenze entfernt, wie schon am Vortag das erhoffte Spitzenergebnis.

Die 2024er WM-Runde in Assen wird vielen noch lange in Erinnerung bleiben, denn das Wetter hätte nicht schlechter sein können, so oft wechselte es. Am Sonntagmorgen herrschte bei viel Sonnenschein, aber sehr frischen drei Grad, Zuversicht auf einen trockenen Renntag. Bis zum Start des Supersport-Rennens um 15:15 Uhr blieb es trocken, auch wenn ab Mittag Wolken aufzogen. Praktisch zeitgleich mit dem Ausgehen der Startampel setzte der Regen ein.

Das gesamte Starterfeld ging unvorbereitet mit Slicks in das Rennen. Ein Umstand, mit dem der Pflugdorfer Schrötter bereits in den nassen Abschnitten im Rennen am Samstag zu kämpfen hatte. Der MV Agusta-Pilot kam nach der zweiten Runde zum Reifenwechsel 
an die Box und absolvierte anschliessend ein ambitioniertes Rennen. Dabei gelang ihm eine deutliche Verbesserung gegenüber dem gestrigen Rennen. Bis zur nächsten Veranstaltung in Misano Mitte Juni wird es eine weitere lange Pause in der Meisterschaft geben.

"Es war ein weiteres Rennen, das ich mir so nicht gewünscht hatte, denn ich war voll und ganz auf ein Trockenrennen eingestellt. Aber dann fingen die ersten Regentropfen an zu fallen, als wir in der Startaufstellung waren, und selbst in der Aufwärmrunde war es im ersten Sektor nicht so schlimm. 
Beim Start tröpfelte es ein bisschen mehr. Doch als wir an der ersten Kurve ankamen, war es dort bereits komplett nass war. Von da an begann das Chaos und ich fand mich in meiner Situation wieder; mit Slicks im Nassen ist es einfach schrecklich für mich. Ich tat mir unglaublich schwer und habe viel Zeit verloren. Aber da es in der ersten Runden nur im ersten Sektor nass war und der Rest der Strecke noch in Ordnung war, wollte ich nicht gleich zum Reifenwechsel an die Box kommen. Es hätte ja auch nur ein kurzer Schauer sein können, und 18 Runden sind ein langes Rennen. Am Ende wurde der Regen immer stärker, und die ganze Strecke war nass. Deshalb bin ich nach der zweiten Runde reingekommen, wo auch die meisten anderen ihren Stopp gemacht haben. Trotzdem habe ich vorher zu viel Zeit verloren, was Punkt eins ist, und unser Boxenstopp war einen Tick zu lang. Es gibt diese Mindestzeit, die man einhalten muss, aber als ich wieder losgefahren bin, war der Countdown schon um gut 10 Sekunden abgelaufen. Das sind die beiden Punkte, die im Rennen nicht optimal waren."

"Abgesehen davon bin ich mit meiner Leistung zufrieden, was das Fahren mit Regenreifen im Nassen angeht. Das war bisher nicht unsere Stärke und wir müssen uns bei solchen Bedingungen unbedingt verbessern. Das war sehr deutlich zu sehen, als Montella mich überholte und dann schneller war als ich. Aber verglichen mit dem Rest und den Rundenzeiten, die ich um vier Sekunden verbessern konnte, habe ich insgesamt gute Fortschritte gemacht. Das ist auf jeden Fall positiv. Der neunte Platz ist sicherlich nicht das, was wir wollen. Aber Assen war diesmal ein besonders schwieriges und zugleich verrücktes Wochenende, denn wir fahren mit einem geringeren Rückstand auf den Führenden in der Gesamtwertung als zuvor nach Hause, auch wenn wir einen Platz zurückgerutscht sind. Trotzdem sind wir voll im Kampf um die Meisterschaft dabei. Wir werden das Wochenende analysieren und müssen daraus lernen. Es hätte auch anders ausgehen können und natürlich wäre ich gerne wieder auf dem Podium gelandet. Die anstehende Pause wäre aus meiner Sicht nicht nötig, denn ich würde es vorziehen, wenn es sofort weitergeht. Umso mehr freue ich mich schon auf Misano, hoffentlich mit stabileren Bedingungen und schönerem Wetter."

Fotoquelle: © [2024] MV Agusta Reparto Corse




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