Landsberg am Lech – Die Sparkasse Landsberg-Dießen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück und stellt zugleich die Weichen für die kommenden Jahre. Im Mittelpunkt steht dabei eine Strategie, die bewusst auf zwei Säulen setzt: den konsequenten Ausbau digitaler Angebote und die weiterhin enge persönliche Beratung vor Ort. Das war der Tenor bei der Bilanzpressekonferenz in der Hhauptstelle in Landsberg.
„Digital, aber persönlich" – dieses Leitmotiv habe sich, so Vorstandsvorsitzender Sven Fischer, im vergangenen Jahr bewährt. Die Sparkasse verbinde moderne Technologien mit individueller Betreuung auf Augenhöhe. Gerade diese Kombination werde von den Kundinnen und Kunden in der Region geschätzt und trage maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg bei.
Die Zahlen unterstreichen diese Entwicklung. Die Bilanzsumme stieg im Jahr 2025 auf 2,634 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von knapp zwei Prozent entspricht. Auch bei den Kundeneinlagen verzeichnete das Institut ein Plus: Sie erhöhten sich auf 2,118 Milliarden Euro. Besonders deutlich fiel das Wachstum im Kreditgeschäft aus. Das Neugeschäft bei Firmen- und Privatkunden erreichte 305 Millionen Euro und lag damit um 68 Millionen Euro über dem Vorjahreswert.
Ein wesentlicher Treiber war dabei die Baufinanzierung. Mit einem Volumen von 124,9 Millionen Euro wurde hier ein Anstieg von 29 Prozent erzielt. Insgesamt begleitete die Sparkasse 504 Bauvorhaben in der Region – deutlich mehr als im Jahr zuvor. Die Entwicklung zeige, dass die Nachfrage nach Finanzierungslösungen weiterhin hoch sei, auch unter anspruchsvollen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Parallel dazu treibt die Sparkasse die Digitalisierung ihres Angebots voran. Mit neuen Lösungen wie der Wertpapierplattform „S Neo" erweitert sie insbesondere für selbstentscheidende Anleger die Möglichkeiten. Ergänzend ist ab dem zweiten Halbjahr 2026 ein Krypto-Angebot über die DekaBank geplant. Diese digitalen Bausteine sollen in die Sparkassen-App integriert werden und den Kundinnen und Kunden einen einfachen und kostengünstigen Zugang zu modernen Anlageformen ermöglichen.
Trotz dieser digitalen Ausrichtung bleibt die persönliche Beratung ein zentraler Bestandteil des Geschäftsmodells. Die Sparkasse betont, dass technische Innovationen den direkten Kontakt nicht ersetzen, sondern sinnvoll ergänzen sollen. Ziel sei es, individuelle Betreuung und digitale Services eng miteinander zu verzahnen.
Auch als Arbeitgeber spielt die Sparkasse in der Region eine wichtige Rolle. Mit 342 Mitarbeitenden und 27 Auszubildenden zählt sie zu den größeren Arbeitgebern im Landkreis. Die Ausbildungsquote von über sechs Prozent wird dabei als bewusstes Signal für die Nachwuchsförderung gesehen. Ein motiviertes Team und gezielte Weiterbildungsmaßnahmen gelten als Grundlage für die Beratungsqualität, die laut internen Auswertungen weiterhin auf hohem Niveau liegt.
Über das klassische Bankgeschäft hinaus engagiert sich die Sparkasse weiterhin stark in der Region. Im Jahr 2025 wurden insgesamt 416 Projekte in den Bereichen Kunst, Kultur, Jugend, Breitensport sowie Umwelt- und Naturschutz unterstützt. Die Fördersumme belief sich auf rund 550.000 Euro. Darüber hinaus setzt die Sparkasse mit Formaten wie dem „Planspiel Börse" oder Veranstaltungen im KundenCenter gezielt auf Finanzbildung und den Austausch mit unterschiedlichen Zielgruppen.
Investitionen erfolgen auch in die eigene Infrastruktur. Die Geschäftsstelle in Dießen wurde umfassend modernisiert und zugleich das 150-jährige Jubiläum des Standorts gefeiert. Weitere Baumaßnahmen sind bereits geplant oder in Vorbereitung. So soll die Geschäftsstelle in Schondorf voraussichtlich bis Ende 2027 neu errichtet werden. In Utting beginnen die Umbauarbeiten im Jahr 2027. Zudem entstehen mit dem Abriss der ehemaligen Trikotagenfabrik in der Saarburgstraße und dem Neubau in Landsberg moderne Arbeits- und Beratungsräume.
Mit Blick auf das Jahr 2026 zeigt sich die Sparkasse trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds zuversichtlich. Globale Unsicherheiten, steigende Energiepreise und konjunkturelle Risiken bleiben zwar spürbar, dennoch sieht sich das Institut gut aufgestellt. Die regionale Wirtschaft erweise sich weiterhin als stabil, und die Sparkasse wolle ihren Beitrag dazu leisten, diese Stärke zu sichern.
„Wir investieren weiter in digitale Infrastruktur, moderne Filialen und gut ausgestattete Arbeitsplätze – immer mit dem Ziel, unsere Kundinnen und Kunden optimal zu betreuen und die Region aktiv mitzugestalten", so Fischer.
Damit setzt die Sparkasse Landsberg-Dießen ihren Kurs fort: als regional verankertes Kreditinstitut, das auf Innovation setzt, ohne seine Wurzeln aus den Augen zu verlieren.
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