Dießem/Bad Tölz – Zum Abschluss des Schuljahres noch ein anspruchsvoller Kür-Wettkampf, es lief fast wie in der Schule. Nur dass „Notenschluss" eben erst am 26. Juli war, beim Tölzer Turn-Cup mit Teilnehmerinnen aus ganz Oberbayern. Die „Ammersee-Klasse" turnte zu viert in der LK3, quasi eine Mittelstufenanforderung, um im Bild zu bleiben. Aber in zwei verschiedenen Jahrgangsstufen. Mila und Lea (JG 2013) waren bei den Jüngsten ihrer Wettkampfklasse (JG 2011 – 2013), und sie mussten ihren Wettkampf am Schwebebalken beginnen. Das Angstgerät also zu Beginn, keine leichte Aufgabe. Leider lief es auch nicht gut, zu viele Wackler, auch Absteiger vom Gerät, schade. Nur gut dass die beiden in der nächsten Rotation am Boden ihr Können zeigen konnten, mit Wertungen über zwölf Punkten waren sie hier schon im Mittelfeld dabei und Trainer Klaus war recht erleichtert. Solide gelangen danach die Sprünge über den Sprungtisch, an 12er Wertungen war dort nicht zu denken, aber dies gelang dort auch nur drei Turnerinnen ihrer Wettkampfklasse. Schwebebalken zum Abschluss, Mila kam ungünstig in den Schwung, Lea gelang dies eleganter und erreichte auch hier eine Wertung im Mittelfeld. In der Summe aus den vier Übungen kamen zwar Plätze im hinteren Mittelfeld heraus (Platz 11 und 12), aber Platzierungen sind auch nur die halbe Wahrheit, das fleißige Training in den vergangenen Wochen mit Conny hatte sich ausgezahlt, weil außer dem Start fast alles gelang.
Greta und Isabella (JG 2014) starteten eine Altersklasse tiefer, waren damit bei den ältesten ihres Wettkampfs. Das Startglück ließ sie am Sprung beginnen, vor allem Isabella brillierte hier und erhielt ein Wertung von 11,60 Punkten, nur fünf Hundertstel hinter der Besten ihrer Klasse. „Starker Abdruck am Sprungtisch…" kommentierte einer der anderen Trainer. Greta turnte den Überschlag mit Schraube, noch nicht so überzeugend, aber auch gut, mit einem halben Punkt weniger belohnt. So wechselten beide zum Stufenbarren. Dort zeigte Isabella nicht die Schwächen, die sie noch im Frühjahr an diesem Gerät hatte, turnte flüssig und elegant durch und war mit sich zufrieden. Greta folgte ihr nur wenige Zehntel dahinter. Das Selbstvertrauen durfte also da sein bei den beiden Mädchen. Isabella brachte dies am Schwebebalken auch gut zur Geltung, wenige Wackler, gute Ausführung, Bestwertung ihrer Riege. Greta geriet hier doch wieder etwas in Hektik, stieg einmal ab, das war dann teuer… - schade. Aber zum Abschluss durften beide noch ihre Boden-Übungen zeigen, als alle anderen ihren Wettkampf schon beendet hatten. Isabella turnte ihre Akro-Bahnen dynamisch und überzeugend, wieder Lob von anderen Trainern. Doch Greta toppte diese Wertung noch um ein Zehntel und holte sich hier, wo die Musik ihren Turn-Rhythmus steuern konnte, ihre persönliche Tageshöchstwertung. Bei der Siegerehrung stellte sich heraus, mit einer Balken-Übung wie in den letzten Trainings hätte sie wohl das Siegerpodest errungen. So wurde sie mit Platz sechs bewertet, also in der vorderen Hälfte des Teilnehmerfeldes. Isabella hatte höhere Wertungen erhalten, wie weit konnte sie sich damit nach vorn turnen? Sehr weit, um 0,15 Punkte an die Siegerin heran, auf Platz ZWEI! Glückwunsch an sie, und an alle vier Turnerinnen des ASV, denn in den vergangenen Wochen hatten sie gemeinsam trainiert und sich Stabilität und Ausstrahlung angeeignet. Darüber freute sich auch Conny, die leider nicht mit nach Bad Tölz fahren hat können.
Auch erwähnt sei, dass vom Ammersee-Spotverein (ASV) Maria in Bad Tölz ihren ersten Kür-Wettkampf turnte. Leider musste sie ohne andere bekannte Turnerinnen starten, das war nicht gerade begeisternd. Und dann noch am Schwebebalken beginnen! Das konnte noch nicht gut laufen, an den anderen drei Geräten gelangen die Elemente aber ganz gut, und so musste Maria am Schluss nur über den Start und die Platzierung etwas traurig sein. Aber keine Sorge, schon bei den Wettkämpfen diesen Herbst wird die Unsicherheit geringer sein und es werden die Vorträge besser klappen.
Vielen Dank noch an Sabine, die als Kampfrichterin zur Durchführung des Wettkampfs beitrug, und an Emilia und Sabine fürs Betreuen in den jeweiligen Durchgängen, zusammen mit Klaus.
Klaus Schneider
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