Kaufering – Das Flöten-Orgel-Konzert in der Kirche Sankt Leonhard in Kaufering bot ein abwechslungsreiches Programm und war zugleich ein Abschied für Pfarrer Helmut Friedl, der in die USA geht. Kauferings Kulturreferent Dr. Thomas Harbig betonte in seiner Begrüßung die prächtige barocke Musik, die passend zum sommerlichen Flair des Abends dargeboten wurde. Der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling sowie Thomas Salzberger waren ebenfalls unter den Gästen, und die volle Kirche zeugte von großem Interesse an diesem musikalischen Ereignis am warmen, ersten Herbsttag. Das Publikum belohnte die Künstlerinnen Anna Wierer an der Flöte und Agata Lichtscheidel an der Orgel mit Bravorufen für ihre beeindruckenden Darbietungen.
Die Sammlung der aufgeführten Werke spannte einen Bogen über verschiedene Epochen, beginnend mit Johann Sebastian Bachs "Sonate für Flöte und Continuo e-Moll" (BWV 1034), die mit den Sätzen Adagio ma non tanto, Allegro, Andante und Allegro die barocke Kammermusik in ihrer besten Form präsentierte. Girolamo Frescobaldis "Bergamasca" brachte mit ihrem lebhaften Charakter die typischen barocken Tanzformen zum Ausdruck, während Anna Wierer die Kompositionskunst Marin Marais' in seinem schweren Stück "Les folies d'Espagne" mit stupender Virtuosität unterstrich. Johann Pachelbels "Ciacona in f-Moll" überzeugte durch kunstvolle Variationen, die den wiederholten Bass zu einem fesselnden musikalischen Erlebnis machten. Ein humorvoller Höhepunkt des Abends war Johann Caspar von Kerlls "Capriccio sopra il Cucu", das den Ruf des Kuckucks imitierte und die Vorliebe des Barock für musikalische Imitationen aufgriff.
Gabriel Faurés "Morceau de Concours", ursprünglich für das Pariser Konservatorium als Prüfungsstück komponiert, brachte eine lyrische Note in den Abend und zeigte Faurés melodische Eleganz. Mit Johann Sebastian Bachs "Fuga sopra Magnificat" (BWV 733) wurde das Publikum in die Tiefe der barocken Kontrapunktkunst geführt, ein Meisterwerk, das Bachs kompositorisches Können eindrucksvoll demonstriert. Herman Beeftrinks "Fantasia Flamenco" sorgte mit modernen, von Flamenco inspirierten Rhythmen für eine besondere Note und spiegelte die Begeisterung für spanische Musik wider. Marian Sawas "Fresk" schloss das Programm ab und repräsentierte mit seinem modernen harmonischen Stil und den Einflüssen polnischer Folklore die Musik des 20. Jahrhunderts. Die gelungene Mischung aus Barock und Moderne machte das Konzert zu einem unvergesslichen Erlebnis und einem würdigen Abschied für Pfarrer Friedel.
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