Thaining – Im Rochlhaus in Thaining beginnt am Samstag, 21. März, eine besondere Jahresausstellung unter dem Titel „Aus Omas Küche". Die Ausstellung ist zunächst an zwei Wochenenden – am 21. und 22. März sowie am 28. und 29. März – jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet und anschließend das ganze Jahr über begleitend zu weiteren Veranstaltungen im Rochlhaus zu sehen.
Ausgangspunkt der Idee war das große Interesse vieler Besucherinnen und Besucher an der Geschichte des Hauses und seiner früheren Bewohner. Daraus entstand der Plan, künftig jährlich eine historische Ausstellung zu gestalten, die sich jeweils einem bestimmten Thema aus dem früheren Alltagsleben widmet. Den Anfang macht nun die Küche – ein Ort, an dem sich früher ein großer Teil des täglichen Lebens abspielte.
Für die Ausstellung wurden Mitglieder des Vereins gefragt, ob sie Gegenstände, Rezepte oder Geschichten aus der Zeit „von Omas Küche" beisteuern könnten. Die Resonanz war groß: Viele Menschen aus der Region beteiligten sich mit Erinnerungsstücken und Geschichten. Auch der Heimatverein stellte historische Objekte zur Verfügung. So entstand eine vielfältige und liebevoll zusammengestellte Ausstellung, die weniger wissenschaftlichen Anspruch erhebt, dafür aber ein lebendiges Bild vom Alltag früherer Generationen vermittelt.
Zu sehen sind alte Töpfe, Kannen und Schüsseln, die oft mehrfach geflickt und so lange genutzt wurden, bis sie endgültig unbrauchbar waren – ein deutlicher Kontrast zu unserer heutigen Wegwerfgesellschaft. Das Leben auf dem Land war damals häufig von Entbehrungen geprägt. Der Volkskundler Freiherr von Leoprechting schrieb im 19. Jahrhundert sogar, in Thaining seien „die Mäuse im Brotkasten verhungert". Trotz solcher Not war der Einfallsreichtum groß: Aus allem, was verfügbar war, wurde etwas Essbares zubereitet.
Passend zur Ausstellung haben zwei Thainingerinnen ein kleines, liebevoll gestaltetes Kochbüchlein mit alten und einfachen Rezepten zusammengestellt. Neben traditionellen Gerichten enthält es auch Anleitungen zur Herstellung von Hustensirup, Seife oder sogar Schuhcreme. Das Büchlein kann während der Ausstellung erworben werden.
An den beiden Ausstellungswochenenden öffnet zudem der im gleichen Haus untergebrachte Heimatverein seine Türen. Dort können Besucher eine historische Küche und eine gemütliche Stube besichtigen.
Für das leibliche Wohl ist ebenfalls gesorgt: Im Anschluss an den Rundgang werden Kaffee und selbstgebackener Kuchen angeboten.
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