Landsberg am Lech – Kürzlich wurden in einer kleinen Feierstunde bei der KoKi – Außenstelle des Landratsamtes (Netzwerk frühe Kindheit) fünf Frauen mit dem Zertifikat „Familienpatin" ausgezeichnet. Thomas Kolland, vom Amt für Jugend und Familie, würdigte gemeinsam mit den Koordinatorinnen des Projekts Netzwerk Familienpaten Bayern, Melanie Leutner und Martina Wendinger, die Wichtigkeit des Ehrenamtes in diesen Zeiten, in denen bei Familien viel von der Sicherheit und Stabilität weggebrochen sei. Er überreichte die Zertifikate mit einem Blumenstrauß und dankte den Teilnehmerinnen für ihre wertvolle Tätigkeit im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe.
Die Patenschaften konnten nahezu ununterbrochen in den letzten zwei Jahren weiterlaufen. Für die Familien eine unschätzbare Entlastung, die nicht selbstverständlich ist. An anderen Standorten in Bayern wurde das Projekt aufgrund mangelnder Einsatzkräfte eingestellt. Die Familienoase Landsberg koordiniert seit sieben Jahren die vorbereitende umfangreiche Schulung und den anschließenden wöchentlichen Einsatz der Paten. Im vergangenen Jahr leisteten rund ein Dutzend Ehrenamtlicher wieder über 800 Stunden unbezahlter Arbeit. Die Bandbreite der Engagierten zeigte sich bei dieser Schulung besonders deutlich: mit von der Partie sind eine junge Studentin, Frauen mitten im Arbeitsleben, in Weiterbildung oder bereits im Vorruhestand, mit Kindern, Enkelkindern oder auch ohne eigene Kinder. Die Motivation ist bei allen hoch. Sie möchten gerne helfen, Sinnvolles mit ihrer freien Zeit anfangen oder aus ihrer eigenen Erfahrung heraus andere in ihren Problemlagen gut unterstützen. Zum Teil haben sie bereits eine passende Familie kennengelernt, die anderen freuen sich sehr darauf, in den Einsatz zu kommen.
„Für Familien ist die Patin oder der Pate oft ein großer Lichtblick im Alltag und bietet einen Ankerpunkt im Leben. Dabei werden die Ehrenamtlichen im Laufe der Patenschaft zu einer wichtigen Bezugsperson, sowohl für die Kinder, als auch für die Eltern", berichtet Melanie Leutner, Koordinatorin von der Familienoase. Die Paten begleiten Eltern zu Arztterminen, helfen bei der Organisation des Alltags, schaffen Entlastung durch Spielen mit den Kindern oder haben einfach auch einmal ein offenes Ohr für die Nöte und Sorgen. Immer dann, wenn die Belastung im Familienleben zu groß wird. Einmal in der Woche für zwei bis vier Stunden, je nach Bedarf. Und wenn nach etwa einem Jahr die Familie wieder stark genug ist, selbst zurecht zu kommen, verabschieden sich die Paten offiziell. Meist bleiben aber Freundschaften bestehen.
Am Standort in Landsberg arbeiten die Koordinatorinnen eng mit der KoKi-Stelle des Amtes für Jugend und Familie zusammen. Das Projekt läuft als Teil der Frühen Hilfen in der Präventionsarbeit. Familien können bei der Koki-Stelle oder direkt bei der Familienoase ihren Bedarf anmelden. Nach einem ausführlichen Erstgespräch zur Klärung wird eine passende Patin oder Pate gesucht. In regelmäßigen Abständen wird die Zielsetzung der Patenschaft überprüft und gegebenenfalls angepasst.
Wer an einer Patenschaft Interesse hat, kann Kontakt aufnehmen mit Melanie Leutner unter 08191- 428 93 63 oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
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