Die Preise steigen im Landkreis Starnberg. Symbolfoto: aloys.news

Landkreis Starnberg – Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Bereich des Landkreises Starnberg hat die neuen Bodenrichtwerte für das Jahr 2020 veröffentlicht. Das Ergebnis: die Preise für Wohnbauland sind weiter gestiegen. Im Durchschnitt liegt die Preissteigerung landkreisweit bei 15,3 Prozent. Die gleiche Tendenz zeigt sich beim Gewerbegrund (+ 21 Prozent). Ebenfalls ein Anstieg, wenn auch vergleichsweise gering, weisen die land- und forstwirtschaftlichen Flächen auf (+ 4,3 Prozent). „Die Preise für Grunderwerb gehen im Landkreis Starnberg weiter nach oben. Ein Ende der Preisspirale ist derzeit nicht in Sicht", kommentiert Landrat Stefan Frey die aktuelle Situation. Das mache die Suche, etwa nach bedarfsgerechten Wohnraum, nicht unbedingt einfacher.

Wohnbauland
Die niedrigste Steigerung im Mittelwert für alle Richtwertzonen für Wohnbauland mit 6,5 Prozent konnte in der Gemeinde Gilching verzeichnet werden. Die höchste mit rund 21 Prozent in den Gemeinden Andechs und Berg.

Die Entwicklung folgt den Tendenz der Vorjahre. So konnte generell festgestellt werden, dass eine Preissteigerung in den bereits hochpreisigen Richtwertzonen geringer ausfiel, als in niedrigeren Bereichen von 400 bis 800 Euro/m2. Dies spürt man nun vor allem auch in den ländlicheren Bereichen.

Nachfolgend ein kurzer Überblick zur durchschnittlichen Preisentwicklung in den einzelnen Gemeinden:

Prozentuale Veränderung Wohnbauland im Landkreis Starnberg

Gemeinde Andechs

+ 21,0 %

Gemeinde Berg

+ 21,2 %

Gemeinde Feldafing

+ 17,2 %

Gemeinde Gauting

+ 16,7 %

Gemeinde Gilching

+ 6,5 %

Gemeinde Herrsching

+ 16,3 %

Gemeinde Inning

+ 13,1 %

Gemeinde Krailling

+ 18,3 %

Gemeinde Pöcking

+ 9,6 %

Gemeinde Seefeld

+ 20,5 %

Stadt Starnberg – Ortsteile

+ 19,6 %

Stadt Starnberg

+ 10,6 %

Gemeinde Tutzing

+ 8,7 %

Gemeinde Weßling

+ 11,4 %

Gemeinde Wörthsee

+ 19,1 %

Prozent-Veränderung im Landkreis + 15,3 5
Starnberg gesamt (Mittelwert)

Land- und forstwirtschaftlicher Grund
Auch bei den land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken setzt sich der Trend, wenn auch nur leicht, nach oben fort. Hier ergab sich landkreisweit eine Preissteigerung von 4,3 Prozent.

Gewerbeflächen
Im Gegensatz hierzu stehen die Flächen für Gewerbe. Hier konnte landkreisweit im Schnitt eine Steigerung von rund 21 Prozent verzeichnet werden.

Weitere Nutzungsarten, Sondergebiete u.ä.

Zentrumslagen

+ 9,0 %

Gewerbebauland

+ 20,8 %

Sonstiges/Sonder-Gewerbebauland (Grundstücke für Discounter, Getränkemärkte, Fast-Food-Restaurants, etc.)

+ 16,6 %

Starnberger See
Seeufergrundstück- Wohnbauland

+ 9,8 %

Ammersee
Seeufergrundstück – Wohnbauland

+ 21,5 %

Wörthsee
Seeufergrundstück – Wohnbauland

+ 14,4 %

Land-/forstwirtschaftliche Grundstücke

+ 4,3 %

Als Grundlage für die Bodenrichtwertermittlung wurden die in der Kaufpreissammlung erfassten und ausgewerteten Kaufverträge von unbebauten bzw. von bereinigten Grundstücken (Abbruchobjekten) aus den Jahren 2019 und 2020 herangezogen.

Die komplette Bodenrichtwertliste kann im Gutachterausschuss für 250,- Euro erworben werden. Es besteht auch die Möglichkeit gebührenpflichtige Einzelauskünfte zu beantragen. Die Antragsformulare und weitere Informationen finden Sie unter www.lk-starnberg.de/Gutachterausschuss.