Landsberg am Lech – Mit einer feierlichen Einweihung ist in der vergangenen Woche der neue Erweiterungsbau der Beruflichen Schulen Landsberg offiziell seiner Bestimmung übergeben worden. Vertreter aus Politik, Verwaltung, Schule und Kirche kamen am Donnerstag zusammen, um das Bauwerk symbolisch in Betrieb zu nehmen.
Den kirchlichen Segen spendeten ein katholischer sowie ein evangelischer Geistlicher, Pfarrer Michael Zeitler und Pfarrer Siegfried Martin. Die gemeinsame Einweihung unterstrich den Charakter der Schule als offenen Lern- und Lebensort für junge Menschen unterschiedlicher Hintergründe.
Grußworte sprachen unter anderem Landrat Thomas Eichinger sowie der Präsident der Regierung von Oberbayern, Dr. Konrad Schober. Er hob in seinem Beitrag besonders die architektonische Qualität des Neubaus hervor. Die Architektur stehe für Offenheit, Flexibilität und Nachhaltigkeit und sei bewusst so angelegt, dass sie „über den Tag hinaus" Bestand habe. Ziel sei ein Gebäude, das nicht nur heutigen Anforderungen gerecht werde, sondern auch in mehreren Jahrzehnten noch funktional und nutzbar sei.
Landrat Eichinger betonte die Bedeutung des Projekts für die berufliche Bildung im Landkreis. Zugleich verwies er darauf, dass der Bauablauf – anders als bei anderen Großprojekten des Landkreises, etwa dem Ammersee-Gymnasium – ohne größere Probleme verlaufen sei. Eichinger dankte ausdrücklich der Oberbürgermeisterin der Stadt Landsberg, Doris Baumgartl, für die gute und konstruktive Zusammenarbeit. Besonders bemerkenswert sei, dass das Bauvorhaben unter dem ursprünglich angesetzten Kostenrahmen geblieben sei – eine Seltenheit bei öffentlichen Bauprojekten in der heutigen Zeit.
Im Rahmen der Einweihung wurde auch die neue Mensa offiziell eröffnet. Sie soll künftig nicht nur der Verpflegung dienen, sondern als zentraler Treffpunkt den schulischen Alltag ergänzen und stärken.
Die technischen Eckdaten des Erweiterungsbaus stellten Ulrich Köbberling, Leiter des kreiseigenen Hochbaus sowie Sebastian Heinzelmann vom Architekturbüro Kern Architekten, vor. Der Neubau umfasst einen Bruttorauminhalt von rund 15.950 Kubikmetern bei einer Bruttogrundfläche von etwa 22.434 Quadratmetern. Die ursprünglich berechneten Kosten beliefen sich auf rund 29,5 Millionen Euro brutto (Stand 2022). Die tatsächlich voraussichtlichen Kosten liegen mit 28,3 Millionen Euro rund 1,2 Millionen Euro unter Ansatz. Für den ersten Bauabschnitt wird eine staatliche Förderung des Freistaats Bayern in Höhe von knapp 7,0 Millionen Euro erwartet.
In den kommenden Jahren sollen weitere Bauabschnitte folgen. Die Gesamtmaßnahme ist derzeit mit rund 100 Millionen Euro veranschlagt, die Fertigstellung aller Abschnitte ist bis etwa 2030 vorgesehen. Zusätzlich entsteht auf dem Gelände eine neue Berufsfachschule für Kinderpflege in Modulbauweise, deren Kosten nach erster Schätzung bei rund 8,5 Millionen Euro liegen – abzüglich einer staatlichen Förderung.
Mit dem Erweiterungsbau ist ein wesentlicher Schritt getan, um den Schulstandort Landsberg langfristig zukunftsfähig aufzustellen und moderne, nachhaltige Rahmenbedingungen für die berufliche Bildung im Landkreis zu schaffen.
When you subscribe to the blog, we will send you an e-mail when there are new updates on the site so you wouldn't miss them.
By accepting you will be accessing a service provided by a third-party external to https://aloys.news/
Kommentare