Weilheim – Die Ägäis, Kanaren und sonstigen Urlaubsziele findet Claudia Lübbert nicht besonders verlockend, denn um zu ihrem Lieblingsplatz zu kommen, muss sie nur wenige Schritte aus ihrer Weilheimer Wohnung machen. Rund 350 Quadratmeter groß ist ihr Garten, den sie in jahrelanger Arbeit zu einem kleinen Kunstwerk gestaltet hat.
"Als ich vor acht Jahren aus München hierher in den Prälatenweg gezogen bin, war einer der beiden Lastwagen nur mit Pflanzen voll", erzählt sie mit spürbarer Leidenschaft von ihrem Hobby. Säen, gießen, jäten, umgraben - für sie bieten diese Arbeiten die Möglichkeit, um von ihrem Beruf als Persönlichkeits-Coach abzuschalten und zwischen Beeren, Blumen, Gehölzen, Gräsern und Moosen neue Kraft zu tanken.
Alant, Blutpflaume, Krötenlilie, Kugeldistel, Puschkinie, Storchschnabel und unzählige weitere Pflanzen bieten fast das ganze Jahr über ein farbenprächtiges Bild. "Sobald es nicht mehr friert, bin ich am Jäten. Im Durchschnitt kümmere ich mich pro Tag eine Stunde um den Garten und das ganze Drumherum." In der weitläufigen Anlage, die immer wieder verändert und erweitert wird, hat Lübbert drei spezielle Lieblingsplätze: kleine Nischen, von denen aus man die bunte Farbenpracht und zahlreiche Tiere gut beobachten kann.
Für Insekten, Igel und Vögel gibt es besonders geschützte Bereiche. Eine Plakette als zertifizierter Naturgarten bekam Lübbert unter anderem für die ökologische Vielfalt und den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel; weitere Kriterien waren das Zulassen von Wildkraut sowie Nahrungspflanzen für Insekten.
„Schon in jungen Jahren empfand ich die Wirkung von Gärten als besonders wohltuend und habe mich mit Heilpflanzen und ihren Wirkungen beschäftigt." Daraus erwuchs ihr Interesse für alternativ-therapeutische sowie energetische Heilweisen, wie man sie zum Beispiel von Bachblüten oder Schüsslersalzen kennt. „Ich versuche, offen und unvoreingenommen an die Dinge heranzugehen."
Deshalb halte sie auch eine Kommunikation mit Pflanzen für denkbar. Deren subtile Wirkungen zu erkunden sei eine Aufgabe des von ihr gegründeten Vereins, eine andere, den Leuten in Weilheim einen Ort zur inneren Einkehr anzubieten. Weil Claudia Lübbert Märchen liebt, hat sie den mystischen Namen Feenbaum-Garten gewählt. Den konnten Interessierte im Rahmen des Netzwerks "Gartenwinkel-Pfaffenwinkel" mehrmals im Jahr kostenlos besuchen.
„Dieser Ort soll Menschen helfen, in unserer hektischen, problembeladenen Zeit wieder zu Ruhe und innerem Frieden zu finden", sagt die Betriebswirtschaftlerin mit Studienschwerpunkt Umwelt-Management. „Ursprünglich war es mal mein Traum, einen Nationalpark zu leiten." Heute liegt ihr am Herzen, Wege zu finden, um mit der Natur glücklich und gesund das eigene Potenzial zu leben.
Eine Besonderheit an Lübberts Lieblingsplatz ist, dass die einzelnen Gartenbereiche nach Themen des menschlichen Lebens angelegt sind wie Liebe, Aktion, Entscheidung oder Frieden. „Dafür bilden manchmal Pflanzen eine Gemeinschaft, die aus gärtnerischer Sicht sonst nicht zusammenstehen würde." Im Mittelpunkt stehe die Selbstheilungskraft des Menschen. "Dafür möchte ich das Wissen und die Anwendung unterstützender Wirkungen von Pflanzen für das menschliche Wohlergehen fördern." Wer mehr über die Arbeit des gemeinnützigen Vereins erfahren möchte, kann sich im Internet unter www.feenbaum.de informieren.
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