Mobilität im Landkreis Fürstenfeldbruck: Seit Februar gibt es eine zentrale Anlaufstelle für Umleitungen der Linienbusse und Haltestellenkataster im Landratsamt Fürstenfeldbruck

Seit Februar 2021 kümmert sich Falk Dörge im Landratsamt Fürstenfeldbruck, Bereich ÖPNV, um Planungen zu Umleitungen im Linienbusverkehr. Er unterstützt zudem die Kommunen bei der Um-setzung barrierefreier Haltestellen. Foto: Landratsamt Fürstenfeldbruck

Landkreis Fürstenfeldbruck – „Oft muss es sehr schnell gehen, wenn bei einem Wasserrohrbruch Baustellen einzurichten und Verkehrsumleitungen festzulegen sind", so Falk Dörge, neuer Mitarbeiter in der Stabsstelle ÖPNV. Er kümmert sich fünf halbe Tage die Woche um solche und zahlreiche andere Planungen rund um geänderte Linienbusführungen bei externen Störungen: Das sind klassische Baustellen, die kurzfristige Lösungen z. B. bei der Anlieferung einer Fertiggarage durch einen Schwertransport erfordern oder auch langfristige Maßnahmen wie derzeit bei der Bahnbrücke in Gernlinden. Ebenso gehören unter anderem Veranstaltungen aus dem Kultur- und Brauchtumsbereich dazu oder privat organisierte Feste, Demonstrationen und witterungsbedingte Vorfälle. Rund 60 verschiedene Strecken der Linienbusse und RufTaxis in den 23 Städten und Gemeinden im Landkreis Fürstenfeldbruck und den angrenzenden Landkreisen sind inzwischen das ganze Jahr über von derartigen Vorfällen betroffen.

Falk Dörge ist verantwortlich für die fachliche Abstimmung mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund (MVV) und den vom Landkreis beauftragten Verkehrsunternehmen. Er nimmt an den Verkehrsbesprechungen der Kommunen und der erforderlichen Fachstellen teil. Oberste Priorität hat die Einhaltung der Fahrpläne und da, wo es nicht machbar ist, sollen so wenige Einschränkungen wie möglich den ÖPNV beeinträchtigen, damit die Fahrgäste auch in Umleitungssituationen zufrieden von A nach B kommen und klimafreundlich unterwegs sein können. Wirtschaftliche Aspekte und Umweltschutz sind weitere wichtige Gesichtspunkte. Hier wird sorgsam geprüft, ob sich z. B. Mehrkilometer oder womöglich der Einsatz zusätzlicher Busse vermeiden lassen.

Zweiter Aufgabenschwerpunkt von Falk Dörge ist das Haltestellenkataster. Der Freistaat Bayern hat im Personenbeförderungsgesetz festgelegt, dass das ÖPNV-Angebot in Bayern in den nächsten Jahren vollständig barrierefrei zu gestalten ist. Neben Fahrzeugen und Informationen betrifft dies vor allem die Haltestellen inklusive Umfeld. Der Landkreis Fürstenfeldbruck unterstützt die Städte und Gemeinden bei der Umsetzung. Dies haben die Kreisgremien 2019 mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplanes, in dem der einheitliche Standard zur Barrierefreiheit der Haltestellen festgelegt wird, beschlossen.

Für die Erledigung seiner Aufgaben bringt Falk Dörge beste Voraussetzungen mit: Er wohnt im Landkreis und war zuvor beim MVV im Bereich Verkehrsforschung und Qualitätsmanagement so-wie als Fahrdienstleiter bei einem Verkehrsunternehmen tätig. Er verfügt zudem über die sog. Sach- und Fachkundeprüfungen sowie den Führerschein für Kraftomnibusse. 

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