Hechenwang – Im Rahmen seiner dreitägigen Bayern-Reise besuchte der Grünen-Bundesvorsitzende Felix Banaszak gemeinsam mit den lokalen Bürgermeisterkandidaten Kieran Smolka und Louisa Brückl sowie der Landtagsabgeordneten Gabriele Triebel den Betrieb Holzbau Fichtl. Im Fokus standen ökologisches Bauen, die Zukunft des Handwerks und die nötige Planungssicherheit für mittelständische Investitionen.
Besonders erfreut zeigte sich Felix Banaszak über die geballte kommunalpolitische Energie vor Ort: Mit Kieran Smolka (Dießen) und Louisa Brückl (Schondorf) traf er gleich zwei ambitionierte Bürgermeisterkandidaten vom Westufer des Ammersees.
Kieran Smolka, der in Dießen gegen fünf Mitbewerber kandidiert, gab sich kämpferisch: „Politik entscheidet sich vor Ort, im direkten Gespräch. Bis zum Wahltag am 8. März werde ich an jeder Haustür in Dießen geklingelt haben. Wir wollen nicht nur verwalten, sondern die Zukunft unserer Heimat aktiv und ökologisch gestalten."
Louisa Brückl setzte einen wichtigen gesellschaftlichen Akzent zum Thema Rollenbilder im Handwerk und darüber hinaus: „Wir brauchen eine neue Sicht auf Emanzipation – auch für Männer. Wenn wir über moderne Arbeitswelten und Vorbilder sprechen, müssen wir Männer ermutigen, ihre Rolle neu zu definieren. Ein modernes Handwerk braucht Köpfe, die Tradition bewahren und gleichzeitig offen für gesellschaftlichen Wandel sind."
Bei der Besichtigung des Betriebs wurde deutlich, wie Holzbau Fichtl den Spagat zwischen Handwerk und Hochtechnologie meistert. Das Unternehmen investiert aktuell massiv in die Prozessoptimierung mit dem Ziel einer Robotik-gestützten Fertigung.
Felix Banaszak zeigte sich beeindruckt von der Konsequenz des Betriebs: „Hier in Hechenwang sehen wir, wie die Bauwende praktisch funktioniert. Ein hocheffizientes Haus ohne Chemie, nur durch klugen baulichen Holzschutz – das ist echte Ingenieurskunst. Dass die Holzabfälle direkt das lokale Nahwärmenetz speisen, macht den Kreislauf perfekt. Damit Betriebe diese ‚Sprung-Investitionen' in die Robotik wagen, brauchen sie von uns in Berlin vor allem eines: Planungssicherheit."
Trotz der Innovationskraft kämpft auch der Holzbau mit dem Fachkräftemangel, insbesondere erfahrene Gesellen fehlen. Dieses liegt nach Einschätzung der Geschäftsführung weniger an dem Gehalt, was annähernd an einen Meister heranreicht, sondern eher an der gesellschaftlichen Wertschätzung für unsere Gesellinnen und Gesellen. Zusätzlich ist die regionale Versorgung mit dem Hauptrohstoff Holz eine Herausforderung, da der Wald als Rohstoffquelle durch den Klimawandel geschwächt wird. Hier ist eine zügige Klima-Anpassung durch entsprechende Baumauswahl dringend notwendig.
Sowohl Louisa Brückl wie auch Kieran Smolka waren sich einig: „Mit solchen innovativen und auf eine Kreislaufwirtschaft ausgerichteten Unternehmen können wir am Ammersee-Westufer mit Zuversicht in die Zukunft blicken."
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