Landsberg am Lech – Tooor!!! Ein vielstimmiger Freudenschrei, die Hände fliegen hoch, Maria L. und Stephanie Lidl klatschen sich ab. Dann legen sich sieben Händepaare wieder auf den Tisch, das „Fußballspiel" geht weiter. Mit der Tovertafel hat die Lebenshilfe Landsberg viel Schwung und Freude in ihre Wohnheime gebracht – und die Bewohner*innen noch mehr zusammengeschweißt.
Teamleiterin Stephanie Lidl ist restlos begeistert von dem neuen Gerät. Es hängt an der Decke und projiziert virtuelle Bilder auf den Tisch, die interaktiv bewegt werden können. Beim „Fußball" beispielsweise erscheinen ein Ball und zwei Tore. Der Ball wird mit Handbewegungen und wischen „geschossen", geht ein Ball ins Tor, wird der Punkt automatisch gezählt.
„Die Bewohner*innen kommen durch das Spiel zusammen, nehmen mehr Kontakt zueinander auf", freut sich Stephanie Lidl. So saßen anfangs drei Menschen am Tisch, mittlerweile sind es sieben Männer und Frauen, die miteinander virtuell Ball spielen, sich gegenseitig anfeuern, miteinander lachen und jedes Tor feiern. „Das ist gerade für die Senioren wichtig", so Stephanie Lidl.
Im Moment ist das Gerät fest in den Tagesstrukturierenden Maßnahmen (TSM) installiert. Dort treffen sich vormittags die Rentner*innen, nachmittags kommen noch Halbtagsbeschäftigte dazu. Das Team schätzt vor allem die Vielfalt der Tovertafel: Es gibt unzählige Spiele und fünf verschiedene Niveaus, sodass sich alle beteiligen können – egal, welche Stärken und Schwächen sie haben.
Am Vormittag wählt das Team eher aktivierende Spiele. Neben dem „Fußball" zum Beispiel auch ein Spiel, bei dem durch Abschlagen virtuelle Seifenblasen zum Platzen gebracht werden. Oder das Ratespiel, bei dem durch Wischen mit den Händen die Deckschicht entfernt wird und das darunterliegende Bild zum Vorschein kommt. Oder ein Spiel, bei dem das Bild auf den Boden projiziert und die Bewohner*innen mit Beinen und Füßen aktiv werden.
Am Nachmittag ist dann eher „Runterkommen und Entspannen" dran. Etwa über die virtuelle Blumenwiese mit den Schmetterlingen, die sich – von sanfter Musik begleitet – auf die Hand der Bewohner*innen setzen. Dazu gibt es noch entspannende Spiele zur jeweils passenden Jahreszeit und und und…
Das Schöne ist, dass die Bewohner*innen von sich aus motiviert werden, mitzumachen, meint Stephanie Lidl. Wie sie sind auch ihre Teamkolleg*innen total begeistert von der Tovertafel. Deshalb sitzt oft die gesamte TSM gemeinsam am Tisch und spielt. Zum Glück kann das Spielfeld so vergrößert werden, dass auch acht Menschen zusammen Spaß haben.
Entdeckt hat das Gerät Bereichsleiter Stefan Arnold bei einer Tagung. Die Stiftung der Lebenshilfe Landsberg bezuschusste die recht teure Tovertafel nach einer kurzen Vorführung großzügig. Nun hoffen alle noch auf Spenden, um weitere (mobile) Aufhängungen erwerben zu können – damit bald die Menschen in allen Wohnheimen der Lebenshilfe Landsberg Tovertafel erleben und genießen können.
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