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Paul Piendl: Inseln mit unaussprechlichen Namen. Von Thomas Ernstberger

Guter Fang. Foto: Paul Piendl

Schondorf/Panama – Die zweitägige Fahrt durch den Panama-Kanal rückt näher. Ende Oktober wollen der Schondorfer Weltumsegler Paul Piendl und sein Freund Sofien mit ihrer „Wasa" die Passage durch die 82 Kilometer lange, weltberühmte Wasserstraße in Angriff nehmen. Dafür sind sie jetzt in die Linton Bay in Panama zurückgesegelt, wo sie sich auf die Fahrt vorbereiten und Vorräte einkaufen wollen.

Hinter ihnen liegen zwei Wochen auf dem Archipel Guna Yala (hieß früher San Blas), ein autonomes Gebiet vor der Nordküste Panamas im Karibischen Meer. Das ist eine Kette von 365 Inseln, die sich rund 180 Kilometerbis zur kolumbianiscen Grenze erstreckt. Nur 50 der Inseln sind bewohnt - von 33.000 Angehörigen des Indianer-Volkes der „Kuna", die dort in einer autonomen Republik mit eigener Sprache, Regeln, Bräuchen und Traditionen leben und ihre Molas, in Heimarbeit gefertigte Näh-Kunstwerke, feilbieten. Der 23-jährige Bootsbauer und sein neuer Passagier (stieß erst in Panama dazu) besuchten nach zwölfstündiger Anreise einige einsame Inseln – alle mit schier unaussprechlichen Namen. Das waren „Niakalubirdup", „Waisalapud" in den „Holland Cays" oder „Tubasaniket" und „Kuanidup". Paul schwärmt: „Dunkelblaues und türkisgrünes Wasser, weißer Sandstrand, der von Kokospalmen umrahmt wird und Korallenriffe, die zum Baden einladen." Die Nahrung: Fisch! „Fischen ist hier Tagesgeschäft – vor allem mit Sofien an Bord. Er hat es wirklich raus und wir essen daher jeden Mittag und Abend Fisch. Und wenn es gut läuft, sogar zum Frühstück." Außerdem verkauften ihnen ein paar „Gunas" zwei frische Lobster – für 15 Dollar und drei Bier.

Später wollten sie auf die bewohnte Insel „Nargana". Doch da kamen ihnen die Corona-Beschränkungen in dier Quere. „Leider durften wir die Insel in dieser Woch nicht besuchen", berichtet Paul. Grund: „Es haben noch nicht alle Einwohner ihre zweite Impfung bekommen." In wenigen Tagen sollen Ärzte mit dem Helikopter eingeflogen werden, um die Indianer zun zweiten Mal zu impfen. „Danach dürfen alle wieder auf die Insel", hat den beiden deutschen Abenteurern Frederico, ein Freund, der ihnen half, Nahrungsmittel zu besorgen, erklärt. Doch das ist nur ein schwacher Trost für Paul und Sofien. Bis die Insel wieder „frei" ist, sind sie längst wieder auf ihrer nächsten Etappe… 

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