Obrhausen. Mit einem Preisschießen, Königsschießen und einem grossen Festabend feiert die Zimmerstutzen-Schützengesellschaft (ZSG) Oberhausen diesen Monat ihr 125-jähriges Bestehen. "1897 gilt als Gründungsjahr", sagt Vorsitzender Christian Schöber, "im Staatsarchiv München und in unserer Gemeindeverwaltung gibt es jedoch ältere Belege." Erhalten ist jedenfalls ein Protokoll aus dem Jahr 1895 zur Bildung einer Zimmerstutzengesellschaft Oberhausen. Schöber: "Es kann sein, daß es noch einige Zeit dauerte, bis der Verein nach Erfüllung aller Formalitäten von Amts wegen anerkannt wurde. Die Jahreszahl 1897 ist aber im ersten Mitgliederverzeichnis und auf der Schützenfahne von 1927 zu lesen."
Heute hat der Verein rund 160 Mitglieder und hofft in absehbarer Zeit auf eine elektronische Schiessanlage. Die erste im Gasthaus Strobl wurde bis 1953 benützt und erstreckte sich über vier Räume, die man durch Öffnen von zwei Fenstern und einer Türe verband. Man schoß vom Nebenzimmer durch den Stallgang und die Futterkammer auf die Zielscheibe in der Waschküche. Während des Dritten Reiches, so berichtet die Chronik, wurde der Verein der Organisation "Kraft durch Freude" unterstellt und musste an Aufmärschen und Schießveranstaltungen teilnehmen. Trotz eines Verbots im Jahr 1945 wurde bei der Fronleichnamsprozession die Schützenfahne mitgetragen. Diese wollte dann der Trachtenverein für sich, doch der Gemeinderat stimmte nicht zu.
Im Jahr 1953 wurde die Schützenkette eingeweiht, die jeder Schützenkönig um einen wertvollen Taler bereichert und die zu festlichen Anlässen getragen wird. Von 1953 bis 1992 trafen sich die Schützen weiterhin beim Stroblwirt, aber im Saal im Obergeschoss. Die Schießstände mussten zu jedem Schießen auf- und anschließend wieder abgebaut werden. Heute schießen sie auf einer modernen, stationären Anlage im Untergeschoss des Gasthauses Strobl. Neben dem wöchentlichen Übungsschießen messen die Mitglieder ihre Treffsicherheit jährlich bei der Vereinsmeisterschaft oder beim Sauschießen, bei dem der Schützenkönig ermittelt wird.
Schöber: "Vereinsübergreifend messen wir uns in Rundenwettkämpfen mit den Schützen aus dem Gau Weilheim." Zum jährlichen Gauschießen des Schützengaus Weilheim treten die Oberhauser Schützen, zu denen auch Mädchen und Frauen zählen, als Mannschaft sowie als Einzelschütze an. Und das durchaus erfolgreich, denn die Würde des Gauschützenkönigs ging schon manches Mal nach Oberhausen. Der öffentliche Festabend zum 125-jährigen Bestehen findet am Samstag, 28. Mai, gemeinsam mit den Mitgliedern des Patenvereins Huglfing sowie vielen Gästen statt. Aufstellung zum Kirchenzug ist um 17 Uhr beim Stroblwirt, wo am Abend dann die Preisverteilung für das Jubiläumschießen sowie die Königsproklamation stattfinden.
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