Sie will wieder segeln! Comeback der „Sir Shackleton" soll durch Crowdfunding und Spenden gelingen.

Nur noch die Masten ragten der Sir Shackleton ragten aus dem Wasser heraus. Foto: Gattinger

Riederau – Lange Wintertage voller Gedanken liegen hinter ihm doch nun steht der Entschluss für Sir Shackleton-Eigner Klaus Gattinger fest. Mit Hilfe von Vielen will er die SIR wieder auf den Ammersee bringen. Mittels Crowdfunding möchte Gattinger alle Segelbegeisterten, Freunde, Bekannte, Gäste, Fans, Gleichgesinnte und Segler aufrufen, Teil dieses Abenteuers und Comebacks zu sein. 

Damit das am 18. August 2020 gesunkene Holzschiff „Sir Shackleton" wieder segeln kann, sind zahlreiche Renovierungsschritte notwendig. Nur der leere Rumpf und die beiden Holzmasten sind mit Schädigungen noch da. Die komplette Schiffseinrichtung samt Elektrik musste entsorgt werden, da sie voller Wasser gezogen war. Die Instandsetzungskosten übersteigen das verfügbare Kapital weit. Mittels Crowdfunding und Spenden soll die „Sir Shackleton" in mehreren Teilschritten wieder aufgebaut werden. Ab nächstes Jahr sollen die beliebten Mitsegel-Törns, Charterfahrten und weitere neue Segelangebote auf dem Ammersee wieder stattfinden können. Gerade die abendlichen Törn-Angebote wie Sternen-, Vollmond- und Sternschnuppen-Törn waren für viele Segelgäste ein unvergessliches Erlebnis an Bord. Gerade für Menschen, die das Segeln das erste Mal für sich ausprobieren, bietet das Schiff perfekte Rahmenbedingungen. Die spektakulären und farbintensiven Sonnenuntergänge, der Sprung ins erfrischende Wasser, der warme Sommerwind, die Weite und das Alpenpanorama bieten einfach unvergessliche Momente. 

In mehreren Schritten 

Die Instandsetzung des Schiffes ist in verschiedenen Teilprojekten aufgebaut. Zuerst werden die Strukturschäden im Achterschiff behoben. Dann folgt der Einbau der Maschine samt neuer Tank- und Auspuffanlage und der dazugehörenden Elektrik. Der alte Mercedes Benz OM 636 Motor, der jahrelang treu seinen Dienst getan hat, wird vermutlich nicht wieder eingebaut werden können. Ob ein moderner Diesel oder ein E-Antrieb das Schiff zukünftig antreiben wird, ist noch in der Klärung. Als nächstes ist die Elektrik für die Innenbeleuchtung, die Positionslampen und die Instrumente wie Logge und Lot, die ebenfalls erneuert werden müssen, dran. Unter Deck plant Gattinger eine neue Raumaufteilung. „Nachdem im Moment sowieso alle Möbel rausgerissen sind und die Kajüte leer ist, können wir auch die Chance nutzen, ein neues Raumkonzept umzusetzen." berichtet Gattinger. So überlegt er, die bisherigen Trennwände nicht wieder einzubauen, sondern den Raum vom Niedergang bis zum Vorschott offen zu lassen um den Schiffscharakter auch unter Deck erlebbar zu machen. „Aber es werden trotzdem neue Möbel gebaut und das wird nochmal eine Menge Arbeit bedeuten." Zum Schluss steht des Seglers liebste Aufgabe an: Schleifen, lackieren, schleifen, lackieren usw. Der Rumpf selbst hat den Untergang und die Bergung erstaunlich gut überstanden. Selbst der Lack der Außenhaut ist intakt. Aber sämtliche Lackflächen auf Kajütdach, Cockpit und unter Deck müssen komplett bis aufs Holz entfernt und mit mehreren Schichten neu aufgebaut werden. 

Die Sir Shackleton Dankeschöns 

Für Klaus Gattinger ist das „Sir Shackleton-Comeback" ein Abenteuer, an dem er viele Menschen teilhaben lassen möchte. Jeder Spender wird an Bord auf einer Liste verewigt und mit Informationen, Berichten und Fotos über den Stand der Dinge versorgt und bleibt so nahe am Geschehen. Die Spender bestimmen selbst die Höhe ihrer Spende. Jeder Euro ist wichtig und auch kleine Spenden helfen. Großzügige Spenden sind ebenfalls willkommen und die Spender erhalten besondere Pakete. So wird ein Spender ab 500 € zum „Sir Shackleton Navigator" und erhält auf alle Buchungen an Bord 10 Prozent Rabatt. Der „Sir Shackleton Offizier" ist ab einer Spende von 1.000 € ernannt und erhält zu den 10 Prozent Rabatt auf alle Buchungen das Schiff einen ganzen Tag exklusiv mit Skipper zur Verfügung gestellt. Ganz leidenschaftliche Enthusiasten und Fans sind ab 2.500 € Mitglied im „Sir Shackleton Commander" Kreis und erhalten 15 Prozent Rabatt auf alle Buchungen und zwei Tage exklusiv mit Skipper an Bord. Weitere Informationen zum Schiff, zur Geschichte, zur Bergung und zum Comeback sind auf der neuen Webseite www.segeln-ammersee.de nachzulesen. Spendenkonto: Klaus Gattinger, Verwendungszweck: Sir Shackleton Comeback, IBAN: DE35 7009 3200 0102 4466 50 

Anhang: - Faktenblatt „Sir Shackleton Comeback" - Hintergrundinformation Die „Sir Shackleton" ist ein traditioneller Zweimaster aus Holz, stammt von der Nordsee und wurde vermutlich in den 1930er-Jahren gebaut. Seit 2011 segelt sie über den Ammersee als Seminarschiff für professionelle Team-und Führungstrainings für Firmen (www.seminarschiff-ammersee.de) und als Erlebnisschiff für entspannte oder erlebnisreiche Segeltörns für Segler und Nichtsegler (www.segelevent-ammersee.de). Auch für Betriebsausflüge und Familienfeiern ist der Holzsegler mit Skipper zu mieten. Die „Sir Shackleton" ist eine Zweimast-Ketsch, 11 Meter lang, 3,5 Meter breit und 70 qm Segelfläche gesamt. Unter Deck ist eine kleine separate Bordtoilette, eine kleine Pantry, eine Vorschiffskabine und ein Salon mit Platz für maximal zehn Teilnehmer. 


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