Dießen – Und plötzlich war der Teufel los. Vorm Start zu den „Cyclassics" in Hamburg, dem größten Jedermann-Rennen in Europa, tauchte am Sonntag plötzlich „El Diablo", der berühmte „Tour-Teufel", auf und wünschte dem Dießener Rennrad-Fahrer Alexander Steffens (32) Glück fürs Rennen. Der „Tour-Teufel", der bei jeder Tour de France (da war er schon 32 Mal) im TV zu sehen ist, zum festen „Inventar" der internationalen Radsport-Szene gehört und den jeder Radsport-Fan kennt, heißt eigentlich Dieter Senft, ist 73 Jahre alt und lebt in Storkow (Kreis Brandenburg).
Zu DDR-Zeiten war der Schlosser, Künstler, Erfinder und Raddesigner selbst aktiver Amateur-Radrennfahrer. „Didi ist eine echte Legende im Radsport. Eine große Ehre für mich, dass er mir persönlich alles Gute fürs Rennen gewünscht hat", erzählt Steffens, der frischgebackene Bayerische Vizemeister im Einzel-Zeitfahren, der auf dem Weg zu den „Cyclassics" schon den „RaceCup in Laatzen" auf dem Verkehrsübungsplatz des ADAC gewonnen hatte.
Die „teuflischen Wünsche" halfen: Der Dießener präsentierte sich an der Elbe „teuflisch gut", gewann das Rennen über 110 Kilometer und begrüßte seine Freunde nach dem Sieg gleich mit einem hanseatischen „Moin." Steffens erzählt: „Ich war ab der Köhlbrandbrücke in einer Dreiergruppe unterwegs, da wurde dauernd abwechselnd attackiert. Am Ende des Rennens wurde es dann nochmal richtig eng. Zwei Kilometer vor dem Ziel konnte ich einen Konkurrenten abschütteln, war kurz Zweiter und gewann dann in einem typischen Bahnrad-Finale: Den Sprint auf den letzten 500 Metern konnte ich durchziehen - und am Ziel auf der Mönckebergstraße sogar noch zum Jubeln die Arme hochreißen."
Riesenfreude natürlich beim Chef des Dießener AS Cycling-Teams: „Die Form wird immer besser. Jetzt heißt gesund und sturzfrei bleiben" – schließlich hat Steffens noch ein großes Ziel: Die „UCI Gran Fondo World Championships", die Weltmeisterschaften vom 16. bis 19. Oktober in Lorne, im Bundesstaat Victoria, in Süd-Ost-Australien.
Bis Anfang September steht für den Radsportler vom Ammersee jetzt in erster Linie Training auf dem Programm. Nächster Wettbewerb: Das Drei-Etappen-Rennen, der „RiderMan" vom 5. bis 7. September in Bad Dürrheim im Schwarzwald. Das vermutlich aber ohne „teuflische Unterstützung"… THOMAS ERNSTBERGER
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