​Weltumsegler Paul Piendl: Jetzt segelt er mit dem Papa. Von THOMAS ERNSTBERGER

Landsberger in der Karibik. V.l.: Riki, Kira und Martin Finkbeiner sowie der Schondorfer Paul Piendl Foto: Paul Piendl

Schondorf/Grenada – Wissen Sie, was ein „Dodger" ist? Gibt man dieses Wort im Internet in einer Suchmaschine ein, bekommt man als Übersetzung Begriffe wie „Drückeberger", „Gauner" oder „Steuerhinterieher". Da stellt sich jetzt natürlich die Frage, warum der Schondorfer Weltumsegler Paul Piendl zur Zeit auf Grenada mit seinen neuen Landsberger Freunden Riki und Martin Finkbeiner (hatte er kurz vore dem Start der großen Reise in Portugal kennengelernt) für ihren neuen Katamaran „Aracanga" eben einen „Dodger" baut. Das hat er dem Autor dieser Zeilen zuletzt in einer Mail von der Karibik-Insel geschrieben. Im „Nautischen Lexikon" findet sich die Erklärung: „Ein Dodger ist ein Teil-Verdeck von Segelschiffen, dient dem Schutz vor Wind und Regen."

Damit wäre auch diese Frage geklärt. Die nächste kommt aber sogleich: Warum konnte Piendl nicht, wie er angekündigt hatte, als Crew-Mitglied auf der alt-ehrwürdigen „Galatea" an der „Windward 500 Regatta" (500 Seemeilen bis nach Martinique und Barbdos) teilnehmen? Der Zoll war schuld. „Es gab ein paar Komplikationen, die Papiere sollen nicht in Ordnung gewesen sein, so dass wir nicht rechtzeitig ausklarieren (Verzollen von Schiff und Gütern vor dem Auslaufen/d. Red.) konnten", erzählt der 22-jährige Bootsbauer. „Stattdessen haben wir dann einen dreitägigen Fun-Trip in grenadischen Gewässen mit einem Besuch der unbewohnten Insel Ronde Island und voin Carriacou gemacht. Es war ein richtig cooler Ausflug." Piendl berichtet weiter: „In den letzten Wochen war ich auch viel auf der Insel unterwegs. Ich war unter anderem mit Freunden im Landesinneren im Dschungel wandern, wo wir uns zum Teil mit Hilfe von Macheten einen Weg durchs Unterholz bahnen mussten." Der Lohn der Mühen nach einer letzten Klippe: Ein „genialer Wasserfall" mit türkis-blauem Wasser im „Pool" und „saftig grünsten Blättern um uns herum." Beim nächsten Ausflug stand Wellenreiten nahe„Prickly Bay" auf dem Programm. „Ich habe in zwei Stunden gerade mal eine Welle erwischt, aber es war schön, mal wieder zwischen den Wellen zu paddeln und etwas Zeit im Wasser zu verbringen", sagt Piendl.

Dritte Frage: Wie geht's jetzt weiter? „Wir haben den Plan, gemeinsam mit Riki und Martin nach Carriacou zu segeln, erst mal verschoben. Ich werde die nächsten beiden Wochen mithelfen, den Dodger aus einer speziellen Wabenstruktur aus Kunststoff zu bauen. Danach möchte ich ein paar Buchten erkunden und dann die Wasa für die Weiterfahrt vorbereiten." Gibt's schon eine neue Crew? „Keine neuen Mitsegler", verrät Paul. Aber er wird in Kürze einen alten „Bekannten" an Bord seines Bootes haben. „Anfang Juli kommt mein Papa nach Grenada. Mit ihm werde ich dann zu den ABC-Islands segeln." ABC – das steht für Aruba, Bonaire und Curaçao, drei karibische Traum-Insel nördlich der Küste Venezuelas. Auf Curaçao werden Paul Vater Markus dann auch Mutter, bzw. Ehefrau Susanne treffen. 

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